Montag, 23. Dezember 2013

Deutscher Besuch

Samstag Mittag war es dann soweit: Mit dem Ferienbeginn um 12 Uhr sind Fabiola und Ly hier angekommen und haben mich von der Schule abgeholt. Dann sind wir zu meiner Gastfamilie nach Hause gefahren. Béatrice hab ich in der Schule nicht gesehen, sonst hätten wir sie auch mitgenommen. Sie ist dann kurz nach uns zuhause angekommen.
Beim Aperitif wurden Geschenke übergeben. Gast- und Weihnachtsgeschenke für meine Gastfamilie und gaanz viele Geschenke für mich: ein Fresspaket mit vielen Leckereien aus dem Stockheimer Landmarkt, ein paar Kuverts, ein Zeitungshut und verpackte Geschenke. Ich hoffe, ich hab nichts vergessen, es ist wirklich viel. Danke liebe Familie!
Nach dem reichhaltigen Mittagessen haben wir BopIt gespielt. Das war das Geschenk von Ly und Fabiola für mich (nicht zu Weihnachten, bei den Weihnachtsgeschenken warte ich ganz brav). Wenn ihr das nicht kennt, müsst ihr das googeln oder mal mit mir spielen.
Danach haben Béatrice und ich den beiden Nancy gezeigt. Béatrices Eltern sind nicht mitgekommen, damit wir nicht dauernd übersetzen müssen. Zu den Sprachen schreib ich später noch was.
Nachdem wir viel in der Stadt rumgelaufen sind und auch eine heiße Schokolade getrunken haben, sind wir wieder nach Hause gegangen. 

Zum Abendessen haben wir aber nur ganz wenig bestellt, weil wir so gut zu Mittag gegessen haben. Fabiola und Ly sind nach dem Essen auch bald zurück ins Hotel gefahren, weil wir einen anstrengenden Tag vor uns hatten: ein Ausflugstag in Metz.


Die Kathedrale

Ly fotografiert die Kathedrale.

Für den Sonntag war den ganzen Tag Regen angesagt. Uns hat das nicht davon abgehalten, einen Ausflug zu machen. Um viertel nach neun waren wir in Metz. Wir wussten nicht genau, was wir alles anschauen wollten, wir wussten nur, es ist verkaufsoffener Sonntag, es gibt eine Kathedrale und Béatrice hatte einen Reiseführer dabei. In der Nähe der Kathedrale haben wir geparkt und haben erstmal die Kathedrale angeschaut. Dabei haben wir entdeckt, dass um 10 Uhr eine Messe ist. Da sind wir gleich geblieben.

Nach der Messe haben wir eine heiße Schokolade getrunken. Anschließend sind wir durch die Stadt spaziert, haben den schönsten Weihnachtsmarkt in Lothringen angeschaut und haben irgendwann ein Lokal zum Mittagessen gesucht. Schließlich sind wir in einer Crêperie gelandet.


Beim Essen haben wir dann überlegt, warum es in Deutschland italienische, chinesische, amerikanische, griechische usw. Restaurants gibt, aber keine französischen. Zumindest nicht so viele. Die Crêpes waren superlecker und das Restaurant war klein aber fein. Es war ziemlich seefahrerisch und im Hintergrund konnte man die Wellen rauschen hören.

Geregnet hat es fast gar nicht, ab und zu hat es mal getröpfelt, aber das wars auch schon. Später haben wir von meinen Gasteltern erfahren, dass es in Nancy bis ca. 13 Uhr durchgängig geregnet hat. Da hatten wir in Metz richtig Glück.

Wir wollten in Metz aber nicht nur sämtliche Restaurants von innen, die Fußgängerzone und die Kathedrale sehen, sondern uns auch einen allgemeinen Eindruck verschaffen. Getreu dem Motto "durch's Spazierengehen erlebt man die Stadt" sind wir spazieren gegangen. Wir haben eine Turmspitze gesehen, uns gesagt, die Kirche schauen wir uns auch an, und sind dem Turm nachgelaufen.

Als wir dort waren, gab es nichts anderes als den Turm. Im Reiseführer haben wir zuerst gelesen, dass die Kirche renoviert wird, aber das war die Kirche 100 Meter weiter, wie wir später gemerkt haben. Die war aber leider zugesperrt.
In der Nähe vom Auto haben wir noch eine andere Kirche gesehen, die laut Reiseführer eine evangelische Kirche war. Auf Französisch ist das keine Kirche. Die war aber leider auch zugesperrt.

Der Turm von der anderen Seite

Fabiola war der Meinung, ich brauche ein Kleidungssouvenir aus Frankreich. Dann denke ich immer, wenn ich das in Deutschland anhab, an meine Zeit in Frankreich. Gar nicht so eine schlechte Idee. Ly war voll überzeugt, dass das etwas Sportliches sein muss und hat ein Sportgeschäft gesucht. Als sie eins gefunden hatte, sind wir da rein marschiert und sie haben zu dritt etwas für mich gesucht. Danke Fabiola für die tolle Jacke!


Danach sind wir in ein Café gegangen, um nochmal eine heiße Schokolade zu trinken. Und in diesem Café gab es süße Crêpes. Jeder hat dann einen Crêpe und eine heiße Schokolade bzw. einen Cappuccino bekommen, was alles super lecker war.
Anschließend sind wir langsam zurück zum Auto gegangen; dabei sind wir nochmal an der Kathedrale vorbeigekommen.



Danke Fabiola und Ly für die zwei tollen Tage mit euch, sämtliche heiße Schokoladen und die Crêpes. Und für die Jacke! Und danke Béatrice, die das überzeugende Argument hatte =D

Zum Sprachlichen wollte ich noch etwas schreiben. Béatrices Mutter spricht auch ein bisschen Deutsch und der Vater versteht es einigermaßen. Das heißt, Béatrice und ich haben meistens vom Französischen ins Deutsche übersetzt.
Lustig wurde es dann, als ich Französisch mit Fabiola und Ly reden wollte und meine Gastmutter mit Béatrice Deutsch... Aber mein Französisch hört sich für Nicht-Französisch-Sprecher anscheinend ziemlich flüssig an. Da scheint sich wirklich etwas verbessert zu haben.

Der Eintrag ist jetzt ziemlich lang und ziemlich spät geworden, also eine gute Nacht und ich wünsche euch heute einen schönen Heiligen Abend.

Die Krippe in der Kathedrale, Maria und Joseph sind noch auf dem Weg.


Fabiola hat das Gegenfoto.

Seht ihr das schmale Haus?

Ich hab ein bisschen gespielt...

Das hässliche Entlein

Auf dem Weg zum Turm ohne Kirche.

Schwäne schwimmen in der Moselle.

Kommentare:

  1. Das war wirklich eine gute Idee - Dich in Frankreich zu besuchen :) Sag nochmal ganz liebe Grüße an Deine französische Schwester Béatrice und an die ganze Family!!! Mit Deinem Blog klingt unser Kurzbesuch supergut nach - erinnere mich sehr gern an: die Wiedersehnsfreude, Gastfreundschaft, liebe Menschen, schöne Augenblicke, mega Christbaum, leckeres und üppiges Essen, Ausflug, gute Argumente, Jacke, Crêpe, heiße Schokolade und an Dich mit flüssigem Französisch! Ich wünsch Dir, dass der letzte Gedanke bei Deiner Lehrerin in Deutschland auch so gut ankommt wie bei mir ;)

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  2. Amerikanische Restaurants: Weil sie sich verkaufen und exportieren. Andere: weil es Leute aus diesen Ländern gibt, die in DE leben, aber nicht so gebildet sind und dann eben Restaurants aufmachen. Franzosen bei uns sind dann Gutverdiener, die es nicht nötig haben, ein Restaurant aufzumachen und wenn, dann machen sie es im eigenen Land. Oder in einer Grpßstadt.

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    1. Ich. Will. Aber. Dass. Es. In. Deutschland. Französische. Restaurants. Gibt.
      Ich hab schon sooooo lange keine echten Crêpes mehr bekommen, das geht mir voll ab :(

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    2. Bei uns gibt es in der nächstgrößeren Stadt zumindest einen Crepestand... schmeckt ganz passabel. Ansonsten komme ich aber mit Pfannkuchen auch ganz klar. Französische Bäckereien wie in Paris wären aber cool.

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    3. Pfannkuchen sind halt die deutsche Alternative... Crêpes haben noch so einen französischen Beigeschmack, zumindest für mich ;)

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    4. Sie sind dünner. Allerdings werden Pfannkuchen ja auch dünn, wenn man sie richtig verteilt. Das sind dann aber auch fast Crepes, aber egal...

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    5. Wobei ich auch schon dickere Crêpes gegessen hab und die haben nicht wie Pfannkuchen geschmeckt. Das ist wie mit den Croissants, in Frankreich schmecken sie besser :D

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    6. Die besten Croissants macht immer noch die Bäckerei Hochstatter in Giengen :D
      Nein, ganz ehrlich, wenn ich mich zwischen einem abgepackten Supermarktcroissant vom Carrefour und einem Croissant von "unserem" Bäcker entscheiden müsste, würde ich das aus der Gegende nehmen, einfach weil die Herkunft zwar entscheidend ist, aber eben auch die Umstände...
      Das gleich git für Crepes und Pfannkuchen und überhaupt. Die Pfannkuchen meiner Oma sind wirklich unter aller Sau (man sagt es ihr natürlich nicht ins Gesicht, sondern freut sich brav und schmiert sich tüchtig Nutella drauf. Aber die von meinem Vater sind besser) weil sie so fettig sind, aber immer noch besser als die Fertigpfannkuchen für die Mikrowelle...

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    7. Supermarktcroissants stehen ja gar nicht zur Debatte :D Die echten Croissants von französischen Bäckern, das sind die echten :D Alles andere sind nur mittelmäßige Kopien :D Wobei ich die von eurem Bäcker natürlich nicht kenne ;)

      Hast du keine Angst, dass deine Oma das hier irgendwann lesen könnte? :P

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    8. Meinst du die Oma, die nur Chinesisch kann, oder die Oma die irgendwann in den sechzigern und siebzigern stehen geblieben ist und nicht mit Satellitenfernsehen klarkommt?

      Tja, eben. Ich finde, dass es da aber auch wirklich keinen Unterschied macht, ob jetzt der Bäcker bei uns die Croissants macht oder ein französischer Bäcker. Vielleicht, wenn man dazu wirklich in einem Café sitzt und die Gesamtstimmung passt, aber solange man die zu Huse zum Frühstück isst kann es doch nicht so verschieden sein, oder?

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    9. Ähm, ja also... :D

      Es macht vielleicht keinen Unterschied, WER die Croissants macht, eher WIE ist die Frage. Die Franzosen scheinen da ein anderes Rezept zu haben ;)

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    10. Ja, ich mag meine Großmütter eigentlich. Aber manchmal...

      Vielleicht ist es auch einfach nur Einbildung... wenn man gekühltes Leitungswasser in eine teure Glasflasche packt und Leuten erzählt, das sei aus einer besonderen Quelle, finden sie, dass das besser schmeckt, obwohl das letztendlich kaum einen Unterschied macht.

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    11. Ähm, ich weiß, ja das klingt ein bisschen hart...

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    12. Ich sehe, wir nähern uns grad einer Grundsatzdiskussion :D

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    13. Ich gebe einfach nichts darauf, dass nur französische Croissants zu den besten der besten gehören sollen. Und im Übrigen stammen die Croissants von österreichischen Kipferln (Oder wie die auch heißen, es gab da irgendsoein alpenländisches Wort für Hörnchen, weißt du was ich meine?) ab und die wiederum von einem türkischen Gebäckstück das die Türken im Krieg mitgebracht haben, neben Kaffee und Blasmusik übrigens.

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