Befinde ich mich gerade in einem Zeitraffer? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Zeit so schnell vergeht. Mir bleibt nicht mehr viel französische Zeit übrig. In dreieinhalb Tagen ist es vorbei. Diese Tage werden es aber in sich haben. Seid gespannt auf meine nächsten Berichte.
Für das Austauschprogramm Voltaire muss ich einen Erfahrungsbericht schreiben. Mindestens zwei Seiten auf Französisch. Nachdem ich mir in einer Freistunde schon mal ein paar Gedanken darüber gemacht hatte, hab ich heute damit angefangen. Ich bin so froh, dass ich hier auf meinem Blog so viel geschrieben hab! Ich hab in diesem halben Jahr so viel erlebt, so viele Eindrücke bekommen, auswendig könnte ich die gar nicht aufzählen. Mit den Posts sind die Erinnerungen ganz schnell da.
Manche Fächer hab ich hier jetzt nicht mehr, deswegen hab ich mich auch schon bei ein paar Lehrern verabschiedet. Aber es fühlt sich trotzdem so unecht an, dass ich bald nicht mehr hier bin. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass ich am Montag schon wieder in Deutschland in die Schule gehen werde. Eine Sache weiß ich aber schon sicher: es wird wirklich seltsam sein, nicht mehr täglich in der Mensa zu essen und nur noch zwei Mal pro Woche Nachmittagsunterricht zu haben. Genauso der Samstagsunterricht. An zwei Tage Wochenende werde ich mich erst wieder gewöhnen müssen.
Heute haben wir in Französisch eine Schulaufgabe rausbekommen. Der Klassendurchschnitt lag bei 6,37 (von 20). Laut unserer Französischlehrerin ist das die totale Katastrophe. Ganze vier Leute haben 10 Punkte oder mehr. Meine Arbeit hat die Lehrerin nicht benotet, weil sie meinte, die Texte waren für mich schwer zu verstehen. Insgesamt mussten wir vier Texte (aus dem 19. Jahrhundert oder so) kommentieren, interpretieren etc. Ich hab einen Text Wort für Wort übersetzt und versucht, die Arbeit zu schreiben. Hat wohl nicht so ganz funktioniert... aber keine Note ist besser als eine schlechte Note =) Haha, Klassendurchschnitt 6,37, meine Klasse ist wirklich schlecht xD
An dieser Stelle hör ich auf, morgen hab ich Schule um 8 Uhr. Meine 10-Uhr-Schulbeginne werde ich echt vermissen... Gute Nacht und bis bald!
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Dienstag, 11. Februar 2014
Mittwoch, 5. Februar 2014
Tag der offenen Tür, Fahrradfahren und noch so einiges
Ja, ich lebe noch, aber meine Motivation macht noch Wochenende. Für die deutsche Schule wird nicht gelernt, in meinem Zimmer ist es auch nicht wirklich ordentlich, auf meinem Blog herrscht das Verlangen nach neuen Berichten und so weiter. ABER mit diesem Blogpost setze ich dem Ganzen ein Ende. Heute ist der letzte Tag vor meiner Rückkehr, an dem ich noch wirklich Zeit hab. Donnerstag und Freitag hab ich Schule, okay, Samstag und Sonntag hab ich nachmittags vielleicht auch noch ein bisschen Zeit, Montag, Dienstag, Donnerstag hab ich wieder den ganzen Tag Unterricht, am Mittwoch Nachmittag kommen meine französischen Freundinnen, und am Freitag ist mein letzter Schultag...
(Das ist jetzt vielleicht etwas kompliziert erklärt, aber in den nächsten Posts berichte ich euch dann davon.)
Am Freitag hatten wir fast keinen Unterricht. Unsere Französischlehrerin war nicht da, sodass ich nur von 14 bis 15 Uhr Accompagnement hatte. SES ist ausgefallen, weil am Freitag (von 17-20 Uhr) und am Samstag (von 9-15 Uhr) Tag der offenen Tür an unserer Schule war. Deswegen hatten wir auch nur eine Stunde Accompagnement, weil unsere Lehrerin ihr Projekt vorbereiten musste. Sie hat uns auch vorgeschlagen, am Samstag vormittags Eltern zukünftiger Schüler durch die Schule zu führen. Die Syrierin aus meiner Parallelklasse und ich waren einverstanden, der Iraner und der Kolumbianer wollten nicht.
Es bestand keine allgemeine Anwesenheitspflicht, nur wenn man von Lehrern verpflichtet wurde, musste man kommen. Unsere SL-Lehrerin (SL = Bio- bzw. Physik-Experimente) wollte, dass jeder aus unserer Klasse kommt. Wir waren um 17 Uhr da, aber es war nicht wirklich viel los und es waren noch andere Schüler aus unserer Parallelklasse da, sodass wir nichts zu tun hatten. Deswegen sind wir nach einer halben Stunde wieder gegangen und haben zwei Freundinnen im Biosaal besucht. Diese haben eine Maus bzw. einen Frosch seziert. Ich hab das Ergebnis fotografiert, die Fotos seht ihr ganz unten. Da ist aber noch eine fette Warnung davor, falls ihr sie nicht unbedingt sehen wollt. Davor sind noch andere Fotos vom Tag der offenen Tür.
Am Samstag ist der Unterricht komplett ausgefallen, außer für die aus der Terminal (12. Klasse), die eine Schulaufgabe schreiben mussten.
Ich musste trotzdem schon um 9 Uhr in der Schule sein, weil wir ja die Eltern durch die Schule führen sollten. Vormittags waren gar nicht so viele Eltern da, die meisten "Besucher" waren Lehrer und Schüler, die ein Projekt betreut haben, und ihre Begleiter. Insgesamt haben wir dann zwei Elternpaare durch die Schule geführt, wobei das meiste dann doch unsere Lehrerin gesagt hat.
Um 11 Uhr haben wir von der Rocktanzgruppe uns in dertotal hässlichen Turnhalle getroffen. Das hat viel Spaß gemacht und es waren zum Glück fast keine Zuschauer da.
Am Nachmittag hat die Sonne gescheint und wir haben eine Radtour gemacht. Béatrice, ihr Vater, Hélène, eine Freundin von Hélène, die übers Wochenende bei uns war, und ich. Auch wenn ich anschließend nicht mehr sitzen konnte, war es ein schöner Ausflug. Zum Abschluss haben wir auf dem Platz Stanislas noch ein Eis gegessen. Meine Waffel ist leider auseinandergebrochen und es war nicht ganz einfach, das Eis zu essen.
Diese Woche hab ich nicht mehr viel vor, außer aufräumen und schon anfangen zu packen, lernen, bloggen und lesen. Zum Thema "lesen" kommt gleich noch ein Post, das würde hier zu weit gehen.
Nächsten Mittwoch kommen meine vier Französinnen zu mir zum Mittagessen und am Freitag heißt es Abschiednehmen. Samstagfrüh werde ich mit meinen Eltern wieder nach Deutschland fahren. [Halt, Stopp, das ist jetzt noch kein Abschiedsbericht mit Fazit oder so, der kommt nächste Woche Samstag aus Deutschland. Ich werde ihn wahrscheinlich im Auto schreiben bzw. im Laufe meiner letzten französischen Tage anfangen und dann bei (oder in?) meinem deutschen Zuhausesobald ich Internet habe veröffentlichen.]
(Das ist jetzt vielleicht etwas kompliziert erklärt, aber in den nächsten Posts berichte ich euch dann davon.)
Am Freitag hatten wir fast keinen Unterricht. Unsere Französischlehrerin war nicht da, sodass ich nur von 14 bis 15 Uhr Accompagnement hatte. SES ist ausgefallen, weil am Freitag (von 17-20 Uhr) und am Samstag (von 9-15 Uhr) Tag der offenen Tür an unserer Schule war. Deswegen hatten wir auch nur eine Stunde Accompagnement, weil unsere Lehrerin ihr Projekt vorbereiten musste. Sie hat uns auch vorgeschlagen, am Samstag vormittags Eltern zukünftiger Schüler durch die Schule zu führen. Die Syrierin aus meiner Parallelklasse und ich waren einverstanden, der Iraner und der Kolumbianer wollten nicht.
Es bestand keine allgemeine Anwesenheitspflicht, nur wenn man von Lehrern verpflichtet wurde, musste man kommen. Unsere SL-Lehrerin (SL = Bio- bzw. Physik-Experimente) wollte, dass jeder aus unserer Klasse kommt. Wir waren um 17 Uhr da, aber es war nicht wirklich viel los und es waren noch andere Schüler aus unserer Parallelklasse da, sodass wir nichts zu tun hatten. Deswegen sind wir nach einer halben Stunde wieder gegangen und haben zwei Freundinnen im Biosaal besucht. Diese haben eine Maus bzw. einen Frosch seziert. Ich hab das Ergebnis fotografiert, die Fotos seht ihr ganz unten. Da ist aber noch eine fette Warnung davor, falls ihr sie nicht unbedingt sehen wollt. Davor sind noch andere Fotos vom Tag der offenen Tür.
Am Samstag ist der Unterricht komplett ausgefallen, außer für die aus der Terminal (12. Klasse), die eine Schulaufgabe schreiben mussten.
Ich musste trotzdem schon um 9 Uhr in der Schule sein, weil wir ja die Eltern durch die Schule führen sollten. Vormittags waren gar nicht so viele Eltern da, die meisten "Besucher" waren Lehrer und Schüler, die ein Projekt betreut haben, und ihre Begleiter. Insgesamt haben wir dann zwei Elternpaare durch die Schule geführt, wobei das meiste dann doch unsere Lehrerin gesagt hat.
Um 11 Uhr haben wir von der Rocktanzgruppe uns in der
Am Nachmittag hat die Sonne gescheint und wir haben eine Radtour gemacht. Béatrice, ihr Vater, Hélène, eine Freundin von Hélène, die übers Wochenende bei uns war, und ich. Auch wenn ich anschließend nicht mehr sitzen konnte, war es ein schöner Ausflug. Zum Abschluss haben wir auf dem Platz Stanislas noch ein Eis gegessen. Meine Waffel ist leider auseinandergebrochen und es war nicht ganz einfach, das Eis zu essen.
Diese Woche hab ich nicht mehr viel vor, außer aufräumen und schon anfangen zu packen, lernen, bloggen und lesen. Zum Thema "lesen" kommt gleich noch ein Post, das würde hier zu weit gehen.
Nächsten Mittwoch kommen meine vier Französinnen zu mir zum Mittagessen und am Freitag heißt es Abschiednehmen. Samstagfrüh werde ich mit meinen Eltern wieder nach Deutschland fahren. [Halt, Stopp, das ist jetzt noch kein Abschiedsbericht mit Fazit oder so, der kommt nächste Woche Samstag aus Deutschland. Ich werde ihn wahrscheinlich im Auto schreiben bzw. im Laufe meiner letzten französischen Tage anfangen und dann bei (oder in?) meinem deutschen Zuhause
Eine kleine Ausstellung zum Klettern.
Hab ich fotografiert, weil ich die Idee mit der Kletterwand so toll fand:
Hab ich fotografiert, weil ich die Idee mit der Kletterwand so toll fand:
Eine kleine Ausstellung zum Canyoning. Hier finde ich auch das Modell so toll.
Der Schulhof bei Nacht.
Anne und Léa vor dem squelette Arthur
ACHTUNG
Hier kommen die Fotos vom Sezieren!
Die Mäuse und Frösche vor dem Sezieren
les souris et les grenouilles avant la dissetion
eine aufgeschnittene Maus
la souris disséquée
ein aufgeschnittener weiblicher Frosch
la grenouille female disséquée
Freitag, 31. Januar 2014
Schulfrei
Freitags hab ich normalerweise erst um 10 Uhr Schule. Von 10-12 Uhr Französisch. Danach zwei Stunden Mittagspause und anschließend zwei Stunden Accompagnement Französisch mit einer anderen Lehrerin. Zum Abschluss kommen noch eineinhalb Stunden Wirtschaft. (Ja, früher waren es zwei Stunden bzw. eine Stunde wöchentlich im Wechsel, aber unsere Klasse hat ein Problem mit unserer Wirtschaftslehrerin und zwei Stunden waren zu lang.)
Heute ist unsere Französischlehrerin nicht da. Das heißt, ich hab nur von 14-16 Uhr Schule. Wirtschaft fällt auch aus, weil dieses Wochenende Tag der offenen Tür an meiner Schule ist. Heute von 17-20 Uhr und morgen von 9-15 Uhr könntet ihr also meine Schule besichtigen. Anwesenheitspflicht existiert nur bedingt. Wenn z.B. der Biolehrer sagt, er braucht die ganze Klasse für sein Projekt, muss die ganze Klasse kommen. Ansonsten gilt das als Schwänzen. Wenn aber kein Lehrer uns für eine Schicht eingeteilt hat, müssen wir auch nicht kommen.
Ich bin von 17-18.30 Uhr in SL eingeteilt. Keine Ahnung, was wir machen müssen. Das weiß keiner so genau. Außer die Lehrerin. Aber die meisten haben sich nur aufgeregt, dass sie überhaupt kommen müssen, da hat keiner gefragt, was wir machen sollen.
Den freien Vormittag nutze ich zum Lernen. Nachdem ich gerade an meinem Lieblingsfach verzweifelt bin, hab ich eine Pause eingelegt, um den Beitrag hier zu schreiben, und anschließend mach ich mit was anderem weiter.
Wie ist bei euch Deutschen so das Wetter? Hier in Nancy scheint gerade die Sonne. Ich weiß nicht genau, wie viel Grad es hat, aber zur Zeit schwankt es zwischen -1° und 6°C. Lässt sich also aushalten.
Meine Gastfamilie fragt mich immer, wie in Deutschland so das Wetter ist. Ich kann meistens nicht darauf antworten, weil ich es nicht weiß. Darum frage ich euch heute mal.
Jetzt geht es aber wieder ans Lernen. Viel Spaß euch noch in den letzten Wochen ohne mich. Die Gelegenheit habt ihr vielleicht nie wieder =D
Heute ist unsere Französischlehrerin nicht da. Das heißt, ich hab nur von 14-16 Uhr Schule. Wirtschaft fällt auch aus, weil dieses Wochenende Tag der offenen Tür an meiner Schule ist. Heute von 17-20 Uhr und morgen von 9-15 Uhr könntet ihr also meine Schule besichtigen. Anwesenheitspflicht existiert nur bedingt. Wenn z.B. der Biolehrer sagt, er braucht die ganze Klasse für sein Projekt, muss die ganze Klasse kommen. Ansonsten gilt das als Schwänzen. Wenn aber kein Lehrer uns für eine Schicht eingeteilt hat, müssen wir auch nicht kommen.
Ich bin von 17-18.30 Uhr in SL eingeteilt. Keine Ahnung, was wir machen müssen. Das weiß keiner so genau. Außer die Lehrerin. Aber die meisten haben sich nur aufgeregt, dass sie überhaupt kommen müssen, da hat keiner gefragt, was wir machen sollen.
Den freien Vormittag nutze ich zum Lernen. Nachdem ich gerade an meinem Lieblingsfach verzweifelt bin, hab ich eine Pause eingelegt, um den Beitrag hier zu schreiben, und anschließend mach ich mit was anderem weiter.
Wie ist bei euch Deutschen so das Wetter? Hier in Nancy scheint gerade die Sonne. Ich weiß nicht genau, wie viel Grad es hat, aber zur Zeit schwankt es zwischen -1° und 6°C. Lässt sich also aushalten.
Meine Gastfamilie fragt mich immer, wie in Deutschland so das Wetter ist. Ich kann meistens nicht darauf antworten, weil ich es nicht weiß. Darum frage ich euch heute mal.
Jetzt geht es aber wieder ans Lernen. Viel Spaß euch noch in den letzten Wochen ohne mich. Die Gelegenheit habt ihr vielleicht nie wieder =D
Mittwoch, 29. Januar 2014
Mathematische Begriffe
Ich lerne gerade für meine deutsche Schule. Nachdem ich bei Mathe nicht ganz schlau aus den Hefteinträgen geworden bin, hab ich mir das von youtube erklären lassen. "Mein" Nachhilfelehrer hat dabei immer wieder erwähnt, dass sich die Graphen der Sinus- bzw. Konsinusfunktion wie Parabeln verhalten. Im ersten Moment dachte ich an Tiergeschichten, bis mir einfiel, dass das ja Fabeln sind. Aber ich wusste immer noch nicht, was Parabeln sind. Erst als "mein" Nachhilfelehrer in dem Video erwähnt hat, wie Parabeln aussehen, hab ich es kapiert. Es sind paraboles! Das deutsche Wort hatte ich schon längst aus meinem Kopf geworfen, weil ich das schon ewig nicht mehr gehört hatte. Nur das französische ist geblieben, weil wir das vor längerem hier durchgenommen haben...
Dienstag, 21. Januar 2014
Ich freu mich wie eine Regenkönigin
Seht ihr das? 20 von 20 bzw. "vingt sur vingt"! In französischer Konjugation! Ich hab zwar einen Fehler, den ich aber mit dem Bonus ausgeglichen hab. Zwei andere aus meiner Klasse haben auch 20/20 und es gab auch einige 19 oder 18 oder so. Aber ICH hab 20/20! ICH, die deutsche Austauschschülerin!
Meine Gastmutter war ziemlich stolz auf mich und meine französischen Freundinnen auch ☺
Und es regnet ... aber es soll am Donnerstag schneien ... und anschließend noch mehr regnen...
Freitag, 17. Januar 2014
Neuigkeiten, die sich so angesammelt haben
Auch wenn es schon ein wenig länger her ist, fang ich mal mit Silvester an. An Silvester waren zwei befreundete Ehepaare bei uns zu Besuch, darunter war Hélènes Pate. Wir haben kein Feuerwerk gemacht und die Nachbarn auch nicht. Ich weiß nicht, wie es in Nancy aussieht, aber zum Beispiel in Paris ist sogar der Verkauf von Feuerwerkskörpern an Privatpersonen verboten. Ich fand es ganz gut, dass wir kein Feuerwerk hatten, weil es mir nicht ganz gut ging. Vielleicht hab ich auch nur zu viel gegessen. Es gab Lachs, Austern, Schnecken und Schinken; ich hab zwar nur Lachs und Schinken gegessen, aber wahrscheinlich davon zuviel und es war auch schon ziemlich spät. Um Punkt Mitternacht wurde dann der superleckere Schokokuchen angeschnitten, den die Konditorin unter unseren Gästen gebacken hatte. Den Film, den wir während des Käsegangs angefangen haben, hab ich nicht fertig geschaut, mir war in dem Moment mein Bett lieber.
An Heiligdreikönig gibt es in Frankreich kein Sternsingen und wir mussten in die Schule gehen. Dafür gibt es hier eine sehr tolle Tradition: die Galette des rois. Am Abend gibt eseinen Kuchen die Galette. Darin ist eine fève versteckt - eine kleine Porzellanfigur. Wer die fève in seinem Stück findet, ist der König oder die Königin.
In der Schulkantine gab es mittags als Nachspeise eine Galette, für jeden ein Stück. Da gab es natürlich mehrere Porzellanfiguren und dementsprechend auch mehrere Könige.
Allerdings isst man nicht nur am 06. Januar eine Galette, sondern auch in der darauffolgenden Woche. Trotzdem wurde ich kein einziges Mal Königin ...
Wenn ihr Genaueres über die Galette wissen wollt, findet ihr hier weitere Infos.
Am Montagvormittag, dem 06. Januar, wurde ich vermisst: in SL wurde ich als abwesend gemeldet, obwohl ich da war und sogar mit Anais ein Referat gehalten hatte. In der DS wurde ich auch als abwesend gemeldet, aber da war ich im CDI, weil die DS für die zweite Fremdsprache war und ich hier nicht Spanisch oder Italienisch lerne (in Deutschland auch nicht). Die zuständige surveillante hatte vormittags meine Gastmutter angerufen und gefragt, ob ich krank sei. Das Ganze hatte sich erst aufgeklärt, als ich in der Freistunde aus dem CDI geholt wurde und mich bei der surveillante präsentieren musste - gegen 15.30 Uhr. Als ich dann heimgekommen bin, hat mir meine Gastmutter erzählt, dass für sie der Nachmittag im Eimer war, weil sie sich solche Sorgen gemacht hatte.
Das Referat in SL war so lala, ich bin mir nicht so sicher, ob jemand meinen Teil verstanden hat, aber gut. Die Leute, mit denen ich immer zusammen bin, verstehen meinen Akzent. Leute, mit denen ich das erste Mal rede, fragen fünf Mal nach, bis ich letztendlich buchstabiere, was ich sagen will...
In Latein mussten wir auch ein Referat halten, in Vierergruppen. Ich musste mit den einzigen drei Jungen aus meiner Lateinklasse über "Orpheus in der Musik" referieren. Mit denen hatte ich vorher noch nie ein Wort gesprochen. Wir haben dann ausgemacht, dass sie das Referat vorbereiten und sie mir einen Teil zu lesen geben. Der Text war größtenteils in Schwarz, allerdings waren auch ein paar blaue und ein paar wenige rote Wörter dabei. Sieht ganz nach Wikipedia aus... Ich hatte viereinhalb Zeilen zu lesen und ich glaube, keiner hat wirklich verstanden, was ich vorgelesen hab. Aber so interessant war das auch nicht. Der Lehrer war auch nicht wirklich mit "unserem" Referat einverstanden, aber der hat zwei von den dreien auf dem Kieker.
Heute hatten wir von 11 Uhr bis 14 Uhr Mittagspause. Die Französischlehrerin war nicht da. Von 10 bis 11 Uhr haben wir einen Test über die Französischlektüre Roméo et Juliette geschrieben, mit einer surveillante als Aufsicht. Ich hab das eBook im Internet auf Deutsch gefunden, so hab ich auch was verstanden. Charlotte hat mir das Buch auf Französisch in der Mediathek ausgeliehen, weil wir normalerweise das Buch für den Test verwenden dürfen. Diesmal nicht. Super. Durfte ich alles in meinem Wörterbuch nachschlagen. Ich wurde dann nicht ganz fertig und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich meine Gedankengänge richtig übersetzt hab.
Einige aus meiner Klasse haben nicht mal das Buch gelesen, weil sie dachten, wir dürfen wie immer das Buch zur Hilfe nehmen. Andere scheiterten an der Nationalität des Autors und so wurde aus Shakespeare ein Grieche...
Unsere Französischlehrerin begründete die Lektüre von "Romeo und Julia" damit, dass jeder die Geschichte kennt, aber kaum jemand sie gelesen hat. Da gebe ich ihr Recht, weil ich mir anders nicht erklären kann, dass jemand Romeos und Julias Liebe als "wahre Liebe" bezeichnet. Romeo sieht Julia zum ersten Mal und verliebt sich augenblicklich in sie. Genauso Julia. Kurz darauf (im Buch ist keine Zeitangabe, aber es scheint, dass zwei Tage vergehen) heiraten sie und einen Tag später wird Romeo verbannt. Für wiederum zwei Tage später ist die Hochzeit von Julia mit Paris angesetzt. Am Abend vor der Hochzeit trinkt Julia das Gift, durch das sie für 42 Stunden scheintot ist. Kurz bevor diese 42 Stunden ablaufen, kommt Romeo, der vom Tod Juliens erfahren hat, trifft Paris am Grab, tötet diesen, sieht die tote Julia und trinkt sein mitgebrachtes Gift, um sich zu töten. Er tötet sich sechs Tage, nachdem er Julia das erste Mal gesehen hat und sich in sie verliebt hat. Meiner Meinung nach muss er von ihrer Schönheit überwältigt gewesen sein. Von Liebe keine Spur. Ich verstehe, warum Julia Romeo heiratet (damit sie nicht Paris heiraten muss), aber warum sie sich dann selbst tötet, als Romeo und Paris beide tot sind, ist das große Rätsel. Da wäre sie frei und könnte ein neues Leben anfangen, sogar ohne ihre Eltern, die sie unbedingt mit Paris verheiraten wollten.
Aber lest selber das Buch und bildet euch eine eigene Meinung. Im Grunde gefällt mir das Buch auch, nur warum Romeo und Julia überall als DAS Liebespaar schlechthin dargestellt werden, verstehe ich nicht.
Zurück zu den drei Stunden Mittagspause: Normalerweise esse ich wie Léa und Marine (zwei meiner französischen Freundinnen) immer in der Kantine (wir sind démipensionnaire). Wenn wir nicht in der Mensa essen wollen (wie die Externen), müssen wir ein formloses Schreiben unserer Eltern der zuständigen surveillante vorlegen. Das haben wir auch gemacht und sind dann mit Anne, die jeden Donnerstag und Freitag externe ist, zu einem anderen Lycée gegangen. Dort haben wir auf eine Freundin von Marine gewartet, die mit Marine zusammen auf dem Collège war. Zu fünft haben wir im Subway gegessen.
Ich denke, das waren alle meine interessanten französischen Neuigkeiten, morgen halten wir zu fünft (Léa, Marine, Anne, Anais und ich) in Geschichte ein Referat über die Romanisierung Galliens.
An Heiligdreikönig gibt es in Frankreich kein Sternsingen und wir mussten in die Schule gehen. Dafür gibt es hier eine sehr tolle Tradition: die Galette des rois. Am Abend gibt es
In der Schulkantine gab es mittags als Nachspeise eine Galette, für jeden ein Stück. Da gab es natürlich mehrere Porzellanfiguren und dementsprechend auch mehrere Könige.
Allerdings isst man nicht nur am 06. Januar eine Galette, sondern auch in der darauffolgenden Woche. Trotzdem wurde ich kein einziges Mal Königin ...
Wenn ihr Genaueres über die Galette wissen wollt, findet ihr hier weitere Infos.
Am Montagvormittag, dem 06. Januar, wurde ich vermisst: in SL wurde ich als abwesend gemeldet, obwohl ich da war und sogar mit Anais ein Referat gehalten hatte. In der DS wurde ich auch als abwesend gemeldet, aber da war ich im CDI, weil die DS für die zweite Fremdsprache war und ich hier nicht Spanisch oder Italienisch lerne (in Deutschland auch nicht). Die zuständige surveillante hatte vormittags meine Gastmutter angerufen und gefragt, ob ich krank sei. Das Ganze hatte sich erst aufgeklärt, als ich in der Freistunde aus dem CDI geholt wurde und mich bei der surveillante präsentieren musste - gegen 15.30 Uhr. Als ich dann heimgekommen bin, hat mir meine Gastmutter erzählt, dass für sie der Nachmittag im Eimer war, weil sie sich solche Sorgen gemacht hatte.
Das Referat in SL war so lala, ich bin mir nicht so sicher, ob jemand meinen Teil verstanden hat, aber gut. Die Leute, mit denen ich immer zusammen bin, verstehen meinen Akzent. Leute, mit denen ich das erste Mal rede, fragen fünf Mal nach, bis ich letztendlich buchstabiere, was ich sagen will...
In Latein mussten wir auch ein Referat halten, in Vierergruppen. Ich musste mit den einzigen drei Jungen aus meiner Lateinklasse über "Orpheus in der Musik" referieren. Mit denen hatte ich vorher noch nie ein Wort gesprochen. Wir haben dann ausgemacht, dass sie das Referat vorbereiten und sie mir einen Teil zu lesen geben. Der Text war größtenteils in Schwarz, allerdings waren auch ein paar blaue und ein paar wenige rote Wörter dabei. Sieht ganz nach Wikipedia aus... Ich hatte viereinhalb Zeilen zu lesen und ich glaube, keiner hat wirklich verstanden, was ich vorgelesen hab. Aber so interessant war das auch nicht. Der Lehrer war auch nicht wirklich mit "unserem" Referat einverstanden, aber der hat zwei von den dreien auf dem Kieker.
Heute hatten wir von 11 Uhr bis 14 Uhr Mittagspause. Die Französischlehrerin war nicht da. Von 10 bis 11 Uhr haben wir einen Test über die Französischlektüre Roméo et Juliette geschrieben, mit einer surveillante als Aufsicht. Ich hab das eBook im Internet auf Deutsch gefunden, so hab ich auch was verstanden. Charlotte hat mir das Buch auf Französisch in der Mediathek ausgeliehen, weil wir normalerweise das Buch für den Test verwenden dürfen. Diesmal nicht. Super. Durfte ich alles in meinem Wörterbuch nachschlagen. Ich wurde dann nicht ganz fertig und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich meine Gedankengänge richtig übersetzt hab.
Einige aus meiner Klasse haben nicht mal das Buch gelesen, weil sie dachten, wir dürfen wie immer das Buch zur Hilfe nehmen. Andere scheiterten an der Nationalität des Autors und so wurde aus Shakespeare ein Grieche...
Unsere Französischlehrerin begründete die Lektüre von "Romeo und Julia" damit, dass jeder die Geschichte kennt, aber kaum jemand sie gelesen hat. Da gebe ich ihr Recht, weil ich mir anders nicht erklären kann, dass jemand Romeos und Julias Liebe als "wahre Liebe" bezeichnet. Romeo sieht Julia zum ersten Mal und verliebt sich augenblicklich in sie. Genauso Julia. Kurz darauf (im Buch ist keine Zeitangabe, aber es scheint, dass zwei Tage vergehen) heiraten sie und einen Tag später wird Romeo verbannt. Für wiederum zwei Tage später ist die Hochzeit von Julia mit Paris angesetzt. Am Abend vor der Hochzeit trinkt Julia das Gift, durch das sie für 42 Stunden scheintot ist. Kurz bevor diese 42 Stunden ablaufen, kommt Romeo, der vom Tod Juliens erfahren hat, trifft Paris am Grab, tötet diesen, sieht die tote Julia und trinkt sein mitgebrachtes Gift, um sich zu töten. Er tötet sich sechs Tage, nachdem er Julia das erste Mal gesehen hat und sich in sie verliebt hat. Meiner Meinung nach muss er von ihrer Schönheit überwältigt gewesen sein. Von Liebe keine Spur. Ich verstehe, warum Julia Romeo heiratet (damit sie nicht Paris heiraten muss), aber warum sie sich dann selbst tötet, als Romeo und Paris beide tot sind, ist das große Rätsel. Da wäre sie frei und könnte ein neues Leben anfangen, sogar ohne ihre Eltern, die sie unbedingt mit Paris verheiraten wollten.
Aber lest selber das Buch und bildet euch eine eigene Meinung. Im Grunde gefällt mir das Buch auch, nur warum Romeo und Julia überall als DAS Liebespaar schlechthin dargestellt werden, verstehe ich nicht.
Zurück zu den drei Stunden Mittagspause: Normalerweise esse ich wie Léa und Marine (zwei meiner französischen Freundinnen) immer in der Kantine (wir sind démipensionnaire). Wenn wir nicht in der Mensa essen wollen (wie die Externen), müssen wir ein formloses Schreiben unserer Eltern der zuständigen surveillante vorlegen. Das haben wir auch gemacht und sind dann mit Anne, die jeden Donnerstag und Freitag externe ist, zu einem anderen Lycée gegangen. Dort haben wir auf eine Freundin von Marine gewartet, die mit Marine zusammen auf dem Collège war. Zu fünft haben wir im Subway gegessen.
Ich denke, das waren alle meine interessanten französischen Neuigkeiten, morgen halten wir zu fünft (Léa, Marine, Anne, Anais und ich) in Geschichte ein Referat über die Romanisierung Galliens.
Montag, 23. Dezember 2013
Neuigkeiten von der letzten Schulwoche
Heute gibt's ein paar Neuigkeiten von den letzten Schultagen und den Bericht vom Wochenende in einem extra Post.
Am Donnerstag war der Weihnachtsmann, der Père Noël, in der Schulkantine. Als Nachspeise gab es einen bestimmten Weihnachtskuchen, der vom Weihnachtsmann verteilt wurde. An dem Tag war auch ganz viel los in der Mensa, weshalb wir erst um 12.55 Uhr zum Essen anfangen konnten. Und wir hatten um 13.05 Uhr wieder Unterricht. Wer mich kennt, der weiß, dass mir zehn Minuten zum Essen zu wenig sind...
Am Freitag war der "Weihnachtsschultag". Das Motto für die Kleidung war rot-grün. Ich hab meine grüne Hose und ein dunkelrot/violettes Oberteil angezogen. Aber die meisten sind wie immer in die Schule gekommen, ohne etwas Rotes oder Grünes.
In den ersten beiden Stunden hatten wir Französisch (von 10-12 Uhr). Für diese Stunde mussten wir eine Szene aus Phèdre von Racine auswendig lernen und dann vortragen. Das war ein Dialog zwischen dem König (männlich) und der Dienerin (weiblich) von der Königin. Die Paare, die zusammen die Szene vortragen sollten, wurden schon zwei Wochen vorher gebildet. Ein gemischtes Paar war dabei, sonst waren zwei Jungen oder zwei Mädchen zusammen.
Zum Vortragen sollten wir aber nicht den Text runterleiern, sondern entsprechend den Sätzen vortragen. Also wenn der Satz wütend war, soll man sich aufregen. (Können Sätze wütend sein? Mein Deutsch geht hier den Bach runter...)
Damit es wirklich authentisch ist, haben sich zwei Jungen verkleidet. Der König hat einen Bart und eine Krone bekommen und die Dienerin eine Schürze und eine Perücke und - "sie" wurde geschminkt. Das sah richtig süß aus. Die beiden haben 18/20 bekommen, weil sie beim Text manchmal hängen geblieben sind.
Ich hab zusammen mit Marine die Szene vorgetragen. Sie war der König und ich die Dienerin. Ich weiß nicht, ob ich mir das nur eingebildet hab oder ob das wirklich so war, aber ich glaub, bei uns war der Applaus etwas lauter als bei all den anderen. Ich glaub, sie haben nicht erwartet, dass ich den Text so gut konnte. Aber auswendig lernen ist ja nicht so schwer. Und ich hab die Szene auf youtube gesucht und gefunden, da konnte ich dann die "Satzstimmungen" raushören und natürlich auf die Aussprache achten. Insgesamt hab ich aber fast nichts von der Szene verstanden...
Am Ende der Stunde haben wir noch die Französisch-DS rausbekommen. Die beste Note war (glaub ich) 11/20. Ich hab 10/20, von denen gab es etliche. Wobei die Lehrerin bei mir immer ein bisschen netter benotet, weil Französisch ja nicht meine Muttersprache ist.
Am Nachmittag gab es für alle Schüler in insgesamt drei Kirchen eine Andacht. Die Andacht war überall die gleiche und aus Platzgründen wurden wir eben auf drei Kirchen aufgeteilt. Die Andacht hat eine halbe Stunde gedauert und bestand aus der Geschichte der vier Könige (der vierte kam sehr spät) und "Stille Nacht" in fünf Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. Für mich hat es sich wie eine Chorprobe angehört, weil man "Stille Nacht" nicht vor Weihnachten singen kann. Die Texte waren auf eine Leinwand projiziert, sodass alle mitsingen konnten. Beim deutschen Text war aber ein Fehler: Das "hoch-" bei "das hochheilige Paar" hat gefehlt...
Am Samstag war dann der letzte Schultag, da haben wir in Bio die DS rausbekommen (0/20 und 6/20) und in Physik und Geschichte haben wir auch noch Unterricht gemacht. Aber ich hatte etwas, worauf ich mich freuen konnte: Der Besuch von Fabiola und Ly! Darüber geht der nächste Bericht, der heute Nachmittag kommt.
Bis dann!
Am Donnerstag war der Weihnachtsmann, der Père Noël, in der Schulkantine. Als Nachspeise gab es einen bestimmten Weihnachtskuchen, der vom Weihnachtsmann verteilt wurde. An dem Tag war auch ganz viel los in der Mensa, weshalb wir erst um 12.55 Uhr zum Essen anfangen konnten. Und wir hatten um 13.05 Uhr wieder Unterricht. Wer mich kennt, der weiß, dass mir zehn Minuten zum Essen zu wenig sind...
Am Freitag war der "Weihnachtsschultag". Das Motto für die Kleidung war rot-grün. Ich hab meine grüne Hose und ein dunkelrot/violettes Oberteil angezogen. Aber die meisten sind wie immer in die Schule gekommen, ohne etwas Rotes oder Grünes.
In den ersten beiden Stunden hatten wir Französisch (von 10-12 Uhr). Für diese Stunde mussten wir eine Szene aus Phèdre von Racine auswendig lernen und dann vortragen. Das war ein Dialog zwischen dem König (männlich) und der Dienerin (weiblich) von der Königin. Die Paare, die zusammen die Szene vortragen sollten, wurden schon zwei Wochen vorher gebildet. Ein gemischtes Paar war dabei, sonst waren zwei Jungen oder zwei Mädchen zusammen.
Zum Vortragen sollten wir aber nicht den Text runterleiern, sondern entsprechend den Sätzen vortragen. Also wenn der Satz wütend war, soll man sich aufregen. (Können Sätze wütend sein? Mein Deutsch geht hier den Bach runter...)
Damit es wirklich authentisch ist, haben sich zwei Jungen verkleidet. Der König hat einen Bart und eine Krone bekommen und die Dienerin eine Schürze und eine Perücke und - "sie" wurde geschminkt. Das sah richtig süß aus. Die beiden haben 18/20 bekommen, weil sie beim Text manchmal hängen geblieben sind.
Ich hab zusammen mit Marine die Szene vorgetragen. Sie war der König und ich die Dienerin. Ich weiß nicht, ob ich mir das nur eingebildet hab oder ob das wirklich so war, aber ich glaub, bei uns war der Applaus etwas lauter als bei all den anderen. Ich glaub, sie haben nicht erwartet, dass ich den Text so gut konnte. Aber auswendig lernen ist ja nicht so schwer. Und ich hab die Szene auf youtube gesucht und gefunden, da konnte ich dann die "Satzstimmungen" raushören und natürlich auf die Aussprache achten. Insgesamt hab ich aber fast nichts von der Szene verstanden...
Am Ende der Stunde haben wir noch die Französisch-DS rausbekommen. Die beste Note war (glaub ich) 11/20. Ich hab 10/20, von denen gab es etliche. Wobei die Lehrerin bei mir immer ein bisschen netter benotet, weil Französisch ja nicht meine Muttersprache ist.
Am Nachmittag gab es für alle Schüler in insgesamt drei Kirchen eine Andacht. Die Andacht war überall die gleiche und aus Platzgründen wurden wir eben auf drei Kirchen aufgeteilt. Die Andacht hat eine halbe Stunde gedauert und bestand aus der Geschichte der vier Könige (der vierte kam sehr spät) und "Stille Nacht" in fünf Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. Für mich hat es sich wie eine Chorprobe angehört, weil man "Stille Nacht" nicht vor Weihnachten singen kann. Die Texte waren auf eine Leinwand projiziert, sodass alle mitsingen konnten. Beim deutschen Text war aber ein Fehler: Das "hoch-" bei "das hochheilige Paar" hat gefehlt...
Am Samstag war dann der letzte Schultag, da haben wir in Bio die DS rausbekommen (0/20 und 6/20) und in Physik und Geschichte haben wir auch noch Unterricht gemacht. Aber ich hatte etwas, worauf ich mich freuen konnte: Der Besuch von Fabiola und Ly! Darüber geht der nächste Bericht, der heute Nachmittag kommt.
Bis dann!
Freitag, 13. Dezember 2013
Eine Stunde Unterricht
Freitags sieht mein Stundenplan folgendermaßen aus:
10-12 Uhr Französisch
12-14 Uhr Pause
14-16 Uhr Accompagnement
16-18 Uhr SES (Wirtschaft)
Heute war ich dann um 10 Uhr in der Schule und hab mit meiner Klasse auf die Lehrerin gewartet. Nach einigen Minuten kommt eine surveillante auf uns zu, fragt uns, wen wir haben und sagt uns dann, dass unsere Lehrerin krank ist. Die Externen dürfen nach Hause gehen, die anderen (die zum Mittagessen in der Schule bleiben) müssen in die permanence gehen. Ich esse immer in der Schule, also bin ich mit den anderen in die permanence gegeangen. Von 11-12 Uhr waren wir im CDI und danach in der Mensa. Nach dem Essen sind wir (Marine, Léa und ich) nochmal eine Stunde ins CDI gegangen, weil es uns draußen zu kalt war. Danach haben wir uns aufgeteilt. Léa hat normalerweise eine Stunde Französisch Accompagnement bei der gleichen Lehrerin und eine Stunde "perm" oder "CDI". Sie ist also gleich im CDI geblieben. Marine hat eine Stunde Mathe Accompagnement und eine Stunde Französisch Accompagnement, auch bei der Lehrerin, die krank war. Ich hab zwei Stunden Französisch Accompagnement bei einer anderen Lehrerin, wovon ich euch ja schon erzählt hab. Heute hatten wir aber nur eine Stunde, die zweite Stunde ist kurzfristig ausgefallen. Das heißt, ich bin wieder ins CDI gegangen und hab mich gewundert, warum ich als einzige aus meiner Klasse hier bin. Anstatt aber mir großartig den Kopf darüber zu zerbrechen, hab ich gelernt. Um 16 Uhr bin ich dann wieder auf den Pausenhof gegangen und hab keinen aus meiner Klasse gesehen, bis zwei externe Mädchen aus meiner Klasse gekommen sind. Die wussten auch nicht, wo die anderen sind, und dann sind wir erstmal verpeilt in der Gegend rumgelaufen. Vom Klassenzimmer zum Büro der zuständigen surveillante, aber niemand war da. Dann haben wir eine Sms an Léa geschrieben, wo sie sind. Die Antwort war ungefähr so: "SES fällt aus."
Alles in einem ein ziemlich gelungener Schultag =D (und nebenbei bemerkt Freitag der Dreizehnte, was auch hier in Frankreich als Unglückstag gilt).
10-12 Uhr Französisch
12-14 Uhr Pause
14-16 Uhr Accompagnement
16-18 Uhr SES (Wirtschaft)
Heute war ich dann um 10 Uhr in der Schule und hab mit meiner Klasse auf die Lehrerin gewartet. Nach einigen Minuten kommt eine surveillante auf uns zu, fragt uns, wen wir haben und sagt uns dann, dass unsere Lehrerin krank ist. Die Externen dürfen nach Hause gehen, die anderen (die zum Mittagessen in der Schule bleiben) müssen in die permanence gehen. Ich esse immer in der Schule, also bin ich mit den anderen in die permanence gegeangen. Von 11-12 Uhr waren wir im CDI und danach in der Mensa. Nach dem Essen sind wir (Marine, Léa und ich) nochmal eine Stunde ins CDI gegangen, weil es uns draußen zu kalt war. Danach haben wir uns aufgeteilt. Léa hat normalerweise eine Stunde Französisch Accompagnement bei der gleichen Lehrerin und eine Stunde "perm" oder "CDI". Sie ist also gleich im CDI geblieben. Marine hat eine Stunde Mathe Accompagnement und eine Stunde Französisch Accompagnement, auch bei der Lehrerin, die krank war. Ich hab zwei Stunden Französisch Accompagnement bei einer anderen Lehrerin, wovon ich euch ja schon erzählt hab. Heute hatten wir aber nur eine Stunde, die zweite Stunde ist kurzfristig ausgefallen. Das heißt, ich bin wieder ins CDI gegangen und hab mich gewundert, warum ich als einzige aus meiner Klasse hier bin. Anstatt aber mir großartig den Kopf darüber zu zerbrechen, hab ich gelernt. Um 16 Uhr bin ich dann wieder auf den Pausenhof gegangen und hab keinen aus meiner Klasse gesehen, bis zwei externe Mädchen aus meiner Klasse gekommen sind. Die wussten auch nicht, wo die anderen sind, und dann sind wir erstmal verpeilt in der Gegend rumgelaufen. Vom Klassenzimmer zum Büro der zuständigen surveillante, aber niemand war da. Dann haben wir eine Sms an Léa geschrieben, wo sie sind. Die Antwort war ungefähr so: "SES fällt aus."
Alles in einem ein ziemlich gelungener Schultag =D (und nebenbei bemerkt Freitag der Dreizehnte, was auch hier in Frankreich als Unglückstag gilt).
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Alltagsleben
In den letzten Tagen ist so viel passiert, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin. Dieser Beitrag wird also voraussichtlich sehr lang werden.
Am Sonntag haben meine Gasteltern und meine jüngere Gastschwester Hélène Verwandschaft besucht, weil sich der Todestag eines Familienmitgliedes gejährt hat. Béatrice, meine ältere Gastschwester Charlotte und ich sind zuhause geblieben. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in allen Museen in Nancy frei. Deswegen sind Béatrice und ich am Nachmittag ins musée des beaux arts - Museum der Schönen Künste - gegangen. Der Name hält, was er verspricht.
Montags hab ich den ganzen Tag Schule. Ich muss zwar erst um acht Uhr aus dem Haus, hab aber bis 18 Uhr Unterricht.
Am Dienstag ist meine Gastmutter mit einer Freundin nach Straßburg zum marché Noël - dem Weihnachtsmarkt - gefahren. Deswegen musste ich schon mit den anderen um halb acht aufbrechen und bin zwei Stunden vor der Schule in die Stadt gegangen. Die meisten Geschäfte machen zwar erst um neun auf, aber einen Laden hab ich gefunden, der um sieben aufmacht. Da hab ich noch ein Weihnachtsgeschenk gefunden und dann war auch schon neun Uhr. Um halb zehn hab ich mich Richtung Schule begeben.
Wir haben jetzt einen Neuen in der Klasse. Er bleibt bis Ende April. Ich weiß nicht genau, warum er da ist, er ist auf jeden Fall Franzose. Wenn ich das richtig verstanden hab, war er vorher in Monaco.
Nach der Schule bin ich in die Mediathek gegangen, weil noch keiner zuhause war. Es war gar nicht mehr so schwer, auf Französisch zu lesen, auch wenn ich hier fast gar nicht lese.
Abends sind Béatrice, ihr Vater und ich noch ins Kino gegangen und haben THOR - Le monde des ténèbres angeschaut. Hier dauert die Werbung vor jedem Kinofilm eine Viertelstunde. Es werden auch nicht hauptsächlich andere Filme vorgestellt, sondern die Kinowerbung ist eher wie "normale" Fernsehwerbung. Ich spar mir heute die Inhaltsangabe zum Film, weil das ein amerikanischer Film ist und kein französischer. Da fällt mir ein: Sur le chemin de l'école läuft jetzt auch in den deutschen Kinos. Auf geht's!
Am Mittwoch war das erste Mal Schulschwimmen. In dem Schwimmbad, wo wir waren, gibt es ein 50-Meter-Becken. Für Leute, die nicht trainiert sind, finde ich das ziemlich hart. Außer uns waren noch drei andere Klassen von anderen Schulen im Schwimmbad und es war auch regulär geöffnet. Deshalb haben wir für die ganze Klasse eine Bahn. Am Mittwoch waren wir zum Glück nur 16, weil ziemlich viele nicht mitgemacht haben oder krank waren. Wir haben auch nur ungefähr 50 Minuten Zeit zum Schwimmen, weil wir dann wieder zurück zur Schule müssen.
Am Nachmittag hab ich noch Briefe geschrieben und Hausaufgabe gemacht.
In Mathe haben wir heute einen Gruppenarbeittest geschrieben. Gestern hatten wir zwei Übungen im Buch als Hausaufgabe auf, die wir schon in der Schule anfangen konnten. In der Schule bin ich nicht auf die Lösung gekommen, ich hab nicht mal richtig die Aufgabe verstanden, weil ich absolut keine Lust hatte. Zuhause hat mir das Spaß gemacht, und es war gar nicht so schwer. Heute sollten wir die Übungen in Vierergruppen lösen und das wird dann benotet. Ich hab ja das Gefühl, dass die Aufgaben hier viel schwerer sind als in Deutschland, aber ich liebe Knobelaufgaben, im Gegensatz zu meinen französischen Mitschülern. Ich hab die Aufgaben nicht nur meiner Gruppe erklärt... Bin gespannt auf das Ergebnis.
Morgen kommt noch ein Post über den Advent in Frankreich.
Bonne nuit !
Am Sonntag haben meine Gasteltern und meine jüngere Gastschwester Hélène Verwandschaft besucht, weil sich der Todestag eines Familienmitgliedes gejährt hat. Béatrice, meine ältere Gastschwester Charlotte und ich sind zuhause geblieben. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in allen Museen in Nancy frei. Deswegen sind Béatrice und ich am Nachmittag ins musée des beaux arts - Museum der Schönen Künste - gegangen. Der Name hält, was er verspricht.
Montags hab ich den ganzen Tag Schule. Ich muss zwar erst um acht Uhr aus dem Haus, hab aber bis 18 Uhr Unterricht.
Am Dienstag ist meine Gastmutter mit einer Freundin nach Straßburg zum marché Noël - dem Weihnachtsmarkt - gefahren. Deswegen musste ich schon mit den anderen um halb acht aufbrechen und bin zwei Stunden vor der Schule in die Stadt gegangen. Die meisten Geschäfte machen zwar erst um neun auf, aber einen Laden hab ich gefunden, der um sieben aufmacht. Da hab ich noch ein Weihnachtsgeschenk gefunden und dann war auch schon neun Uhr. Um halb zehn hab ich mich Richtung Schule begeben.
Wir haben jetzt einen Neuen in der Klasse. Er bleibt bis Ende April. Ich weiß nicht genau, warum er da ist, er ist auf jeden Fall Franzose. Wenn ich das richtig verstanden hab, war er vorher in Monaco.
Nach der Schule bin ich in die Mediathek gegangen, weil noch keiner zuhause war. Es war gar nicht mehr so schwer, auf Französisch zu lesen, auch wenn ich hier fast gar nicht lese.
Abends sind Béatrice, ihr Vater und ich noch ins Kino gegangen und haben THOR - Le monde des ténèbres angeschaut. Hier dauert die Werbung vor jedem Kinofilm eine Viertelstunde. Es werden auch nicht hauptsächlich andere Filme vorgestellt, sondern die Kinowerbung ist eher wie "normale" Fernsehwerbung. Ich spar mir heute die Inhaltsangabe zum Film, weil das ein amerikanischer Film ist und kein französischer. Da fällt mir ein: Sur le chemin de l'école läuft jetzt auch in den deutschen Kinos. Auf geht's!
Am Mittwoch war das erste Mal Schulschwimmen. In dem Schwimmbad, wo wir waren, gibt es ein 50-Meter-Becken. Für Leute, die nicht trainiert sind, finde ich das ziemlich hart. Außer uns waren noch drei andere Klassen von anderen Schulen im Schwimmbad und es war auch regulär geöffnet. Deshalb haben wir für die ganze Klasse eine Bahn. Am Mittwoch waren wir zum Glück nur 16, weil ziemlich viele nicht mitgemacht haben oder krank waren. Wir haben auch nur ungefähr 50 Minuten Zeit zum Schwimmen, weil wir dann wieder zurück zur Schule müssen.
Am Nachmittag hab ich noch Briefe geschrieben und Hausaufgabe gemacht.
In Mathe haben wir heute einen Gruppenarbeittest geschrieben. Gestern hatten wir zwei Übungen im Buch als Hausaufgabe auf, die wir schon in der Schule anfangen konnten. In der Schule bin ich nicht auf die Lösung gekommen, ich hab nicht mal richtig die Aufgabe verstanden, weil ich absolut keine Lust hatte. Zuhause hat mir das Spaß gemacht, und es war gar nicht so schwer. Heute sollten wir die Übungen in Vierergruppen lösen und das wird dann benotet. Ich hab ja das Gefühl, dass die Aufgaben hier viel schwerer sind als in Deutschland, aber ich liebe Knobelaufgaben, im Gegensatz zu meinen französischen Mitschülern. Ich hab die Aufgaben nicht nur meiner Gruppe erklärt... Bin gespannt auf das Ergebnis.
Morgen kommt noch ein Post über den Advent in Frankreich.
Bonne nuit !
Mittwoch, 27. November 2013
Schulsport mal wieder...
Letzte Woche hat unser Sportlehrer angekündigt, dass wir heute bei schönem Wetter ein letztes Mal Rugby im Park spielen und bei schlechtem Wetter in der Turnhalle bleiben.
Hier meine Frage an euch: Sind -4°C und wolkenfreier Himmel schönes oder schlechtes Wetter? Unser Sportlehrer hat es als schönes Wetter bewertet und uns auf gefrorenem Boden Rugby spielen lassen. Jungen und Mädchen gemischt. Wobei wir diesmal niemanden auf den Boden "schmeißen" durften, da wäre die Verletzungsgefahr zu groß gewesen. (Auch wenn es bei den anderen Rugbystunden relativ viele Wunden gab, muss man es nicht übertreiben.) Es sind trotzdem einige auf dem Boden gelandet, aber zum Glück ohne sich zu verletzen.
Nächste Woche (und für den Rest der Sportstunden bei meinem Frankreich-Aufenthalt) geht's ins Schwimmbad. Rugby hat mir schon ganz gut gefallen, bis auf das Wetter manchmal. Aber Schwimmen ist halt "mein" Sport.
Kleines Fazit vom Schulsport im ersten Schuljahresquartal: In Deutschland sind wir besser dran.
Hier meine Frage an euch: Sind -4°C und wolkenfreier Himmel schönes oder schlechtes Wetter? Unser Sportlehrer hat es als schönes Wetter bewertet und uns auf gefrorenem Boden Rugby spielen lassen. Jungen und Mädchen gemischt. Wobei wir diesmal niemanden auf den Boden "schmeißen" durften, da wäre die Verletzungsgefahr zu groß gewesen. (Auch wenn es bei den anderen Rugbystunden relativ viele Wunden gab, muss man es nicht übertreiben.) Es sind trotzdem einige auf dem Boden gelandet, aber zum Glück ohne sich zu verletzen.
Nächste Woche (und für den Rest der Sportstunden bei meinem Frankreich-Aufenthalt) geht's ins Schwimmbad. Rugby hat mir schon ganz gut gefallen, bis auf das Wetter manchmal. Aber Schwimmen ist halt "mein" Sport.
Kleines Fazit vom Schulsport im ersten Schuljahresquartal: In Deutschland sind wir besser dran.
Dienstag, 26. November 2013
Sozialer Tag in der Mensa, meine Klasse und unsere Lehrer
In der Mensa war heute "sozialer Tag", oder so ähnlich. Das heißt, dass es als Salat nur geriebene Karotten gab, als Hauptspeise Nudeln mit Hackfleischsoße und als Nachspeise Joghurt. Normalerweise gibt es noch Käse und die Auswahl ist größer. Ich glaube, das Geld, das dabei gespart wurde, wird gespendet. Eigentlich eine gute Idee, aber wenn die Schüler dann nicht satt werden, hat es meiner Meinung nach einen Sinn verfehlt.
Meine Klasse ist ein wichtiger Bestandteil meines Aufenthaltes hier. Darum erzähl ich euch mal einiges von ihr und unseren Lehrern.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, ich bin hier auf einer gemischten Schule. In meiner Klasse sind 18 Jungen und 10 Mädchen. Meine Klasse bezeichnet sich selber als sowas wie la classe poubelle - die "Mülleimer-Klasse". Denn in vielen Stunden geht es drunter und drüber. Einige Lehrer haben aber einen guten Draht zu unserer Klasse und in deren Unterrichtsstunden gibt es immer wieder Vorträge, dass wir uns doch bessern sollen. Im Lehrerzimmer wird ziemlich viel über unsere Klasse geredet und unsere Lehrer kommen teilweise schon genervt in die Stunde und gehen noch genervter wieder raus.
Bei einigen Lehrer bin ich echt der Meinung, dass sie ihren Beruf verfehlt haben. Sie scheinen selbst gelangweilt von ihrem Fach zu sein und wundern sich dann, warum keiner aufpasst.
Aber unsere Französisch-Lehrerin hat es total drauf. Sie ist streng genug, dass ihr keiner auf der Nase herumtanzt. Sie hat ihre Grenzen gleich am Anfang gesetzt. Auf der anderen Seite interessiert sie sich für ihre Schüler und versucht das Beste aus jedem herauszuholen. Eine aus meiner Klasse hat gesagt, sie mag eigentlich keinen Französisch-Unterricht, aber mit der Lehrerin macht das sogar Spaß. Momentan müssen wir in Vierergruppen eine Tragikomödie schreiben und dann vorspielen.
Heute hat sie mit uns über unser Verhalten bei anderen Lehrern geredet und sich selber als déleguée (Ausgewählte) aller Lehrer von unserer Klasse bezeichnet, weil sie das beste Verhältnis zu uns hat. Ein Thema war unter anderem, dass wir nicht Bonjour und Au révoir sagen. Ich bin ja mal gespannt, ob das heute was geholfen hat.
Meine Klasse ist ein wichtiger Bestandteil meines Aufenthaltes hier. Darum erzähl ich euch mal einiges von ihr und unseren Lehrern.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, ich bin hier auf einer gemischten Schule. In meiner Klasse sind 18 Jungen und 10 Mädchen. Meine Klasse bezeichnet sich selber als sowas wie la classe poubelle - die "Mülleimer-Klasse". Denn in vielen Stunden geht es drunter und drüber. Einige Lehrer haben aber einen guten Draht zu unserer Klasse und in deren Unterrichtsstunden gibt es immer wieder Vorträge, dass wir uns doch bessern sollen. Im Lehrerzimmer wird ziemlich viel über unsere Klasse geredet und unsere Lehrer kommen teilweise schon genervt in die Stunde und gehen noch genervter wieder raus.
Bei einigen Lehrer bin ich echt der Meinung, dass sie ihren Beruf verfehlt haben. Sie scheinen selbst gelangweilt von ihrem Fach zu sein und wundern sich dann, warum keiner aufpasst.
Aber unsere Französisch-Lehrerin hat es total drauf. Sie ist streng genug, dass ihr keiner auf der Nase herumtanzt. Sie hat ihre Grenzen gleich am Anfang gesetzt. Auf der anderen Seite interessiert sie sich für ihre Schüler und versucht das Beste aus jedem herauszuholen. Eine aus meiner Klasse hat gesagt, sie mag eigentlich keinen Französisch-Unterricht, aber mit der Lehrerin macht das sogar Spaß. Momentan müssen wir in Vierergruppen eine Tragikomödie schreiben und dann vorspielen.
Heute hat sie mit uns über unser Verhalten bei anderen Lehrern geredet und sich selber als déleguée (Ausgewählte) aller Lehrer von unserer Klasse bezeichnet, weil sie das beste Verhältnis zu uns hat. Ein Thema war unter anderem, dass wir nicht Bonjour und Au révoir sagen. Ich bin ja mal gespannt, ob das heute was geholfen hat.
Dienstag, 12. November 2013
Mein Stundenplan
Ich wollte euch meinen Stundenplan schon gestern zeigen, aber dann wollte ich noch einige Fächer erklären und der Post wäre zu lang mit zu vielen Themen geworden. Dafür gibt's ihn heute.
Die Wochen sind in Frankreich in A und B aufgeteilt. Das heißt, am Donnerstag zum Beispiel hab ich abwechselnd zwei Stunden S.E.S. oder eine Stunde S.E.S. und eine Stunde Maths.
Neben den Pflichtfächern gibt es die options, die Wahlpflichtfächer. Wenn ich das richtig verstanden hab, muss man sich diese schon im vorherigen Schuljahr fürs nächste Jahr aussuchen. Während in allen Pflichtfächern DS geschrieben werden, gibt es hier nur interros und exposés (Referate).
Physique Chimie erklärt sich von selber. Allerdings ist das hier nur ein Fach mit drei Wochenstunden, während wir in Bayern zwei Fächer mit jeweils zwei Wochenstunden haben.
S.V.T. steht für Science de la vie et la Terre - das kommt unserem Biologieunterricht am nächsten. Aber dazu hab ich ja schon mal etwas geschrieben.
In Sciences et Laboratoire (S.L.) machen wir Experimente als kleine Ergänzung zu S.V.T. Das ist eine option, als Alternative gäbe es M.P.S., aber ich weiß nicht, was man da macht.
Histoire Géographie - Geschichte Geographie - ist auch ein gekoppeltes Fach. Wir haben allerdings zwei verschiedene Schulbücher, eins für Histoire und eins für Géo. Ich hatte bisher nicht erst einmal das falsche Buch dabei...
Zu den DS hab ich ja schon mal etwas erzählt, allerdings werden hier auch manchmal zwei DS geschrieben: in der ersten Stunde die eine und in der zweiten Stunde die andere.
Anglais steht für Englisch, LV1 für die erste Fremdsprache. Stimmt bei mir nicht ganz, ich hab mit Latein angefangen, aber für meine Klasse ist es die erste Sprache. Als zweite Sprache haben die Schüler aus meiner Klasse Italienisch oder Spanisch, aber ich finde hier schon Englisch schwer genug.
Vie de la classe ist das gleiche wie ZFU (Zeit für uns) bei uns. Da kann man diskutieren, Probleme in der Klasse lösen und so weiter.
Humanité Chretienne findet nicht alle zwei Wochen statt, sondern nur ein paar Mal im Jahr. Jede Klasse muss ein soziales Projekt gestalten, das Thema wird vorgegeben. Ich weiß unser Thema nicht mehr, aber nächste Woche haben wir Humanité Chretienne, da kriegen wir genauere Infos darüber.
Latin ist natürlich Latein, wie man unschwer erraten kann. Das ist auch nur eine option, die keiner aus meiner Klasse macht, aber ich wollte das machen, damit ich das Latein nicht ganz verlerne. Dadurch dass man wörtlich übersetzen kann, bringt mich das auch im Französischen weiter.
S.E.S. und E.C.J.S sind Wirtschaft und Recht und auch nur Optionen. In S.E.S. versteh ich kein Wort, weshalb die zwei Stunden immer sehr langweilig sind. E.C.J.S. ist ein bisschen einfacher.
Ich glaub, das war alles, wenn ihr Fragen habt, fragt!
Montag, 11. November 2013
Freier Schultag zum Lernen
Einige von euch haben es wahrscheinlich schon mitbekommen: In Frankreich ist der 11.11. ein Feiertag. Es wird aber nicht das Martinsfest gefeiert, sondern der Sieg der Franzosen über die Deutschen im Ersten Weltkrieg 1918. Wenn man es genau nimmt, hatte ich also gar nichts zu feiern und hab deswegen einen Lern-Marathon eingelegt.
Um 8 Uhr bin ich aufgestanden, hab mich fertig gemacht und mein Zimmer aufgeräumt. Das hatte es mal wieder dringend nötig...
Um 9 Uhr hatte ich Hunger und bin frühstücken gegangen. Anschließend hab ich mein deutsches Schulzeug aus meinem Zimmer geholt, hab mich an "meinen Schreibtisch" im Wohnzimmer gehockt und hab angefangen. Bis zum Mittagessen hab ich ohne Pause durchgelernt, es waren aber auch nur drei Stunden.
Nach dem Mittagessen ging es weiter. Am Nachmittag hab ich aber einige Pausen gemacht, z.B. gegen fünf hab ich eine Kleinigkeit gegessen, wie das in Frankreich so üblich ist. Ich könnte sonst bis zum Abendessen nicht überleben. Keine Ahnung, wie Béatrice das schafft...
Eine halbe Stunde vor dem Abendessen war ich so vollgestopft mit neuen (und alten) Sachen, dass der Aufnahmetopf kurz vor dem Überlaufen war und ich aufgehört hab. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob so lange lernen etwas bewirkt, aber immerhin sind jetzt meine Hefte wieder auf dem neuesten Stand der Dinge (zumindest einige).
Morgen hab ich erst um 10 Uhr Schule, da kann ich vorher noch ein bisschen etwas machen und vor allem die (französische) Englischhausaufgabe wiederholen, weil wir morgen unseren Stammbaum vortragen müssen.
Um 8 Uhr bin ich aufgestanden, hab mich fertig gemacht und mein Zimmer aufgeräumt. Das hatte es mal wieder dringend nötig...
Um 9 Uhr hatte ich Hunger und bin frühstücken gegangen. Anschließend hab ich mein deutsches Schulzeug aus meinem Zimmer geholt, hab mich an "meinen Schreibtisch" im Wohnzimmer gehockt und hab angefangen. Bis zum Mittagessen hab ich ohne Pause durchgelernt, es waren aber auch nur drei Stunden.
Nach dem Mittagessen ging es weiter. Am Nachmittag hab ich aber einige Pausen gemacht, z.B. gegen fünf hab ich eine Kleinigkeit gegessen, wie das in Frankreich so üblich ist. Ich könnte sonst bis zum Abendessen nicht überleben. Keine Ahnung, wie Béatrice das schafft...
Eine halbe Stunde vor dem Abendessen war ich so vollgestopft mit neuen (und alten) Sachen, dass der Aufnahmetopf kurz vor dem Überlaufen war und ich aufgehört hab. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob so lange lernen etwas bewirkt, aber immerhin sind jetzt meine Hefte wieder auf dem neuesten Stand der Dinge (zumindest einige).
Morgen hab ich erst um 10 Uhr Schule, da kann ich vorher noch ein bisschen etwas machen und vor allem die (französische) Englischhausaufgabe wiederholen, weil wir morgen unseren Stammbaum vortragen müssen.
Samstag, 9. November 2013
Schulbücher und Accompagnement
Heute gibt's zwei kleine Neuigkeiten:
- Kurz vor den Ferien hab ich endlich meine Schulbücher bekommen.
- Freitags haben wir zwei Stunden Accompagnement. Das sind Intensivierungsstunden, aber die Fächer sind nicht fest. Meine Klasse hat Mathe oder Französisch. Die schlechteren Schüler in Mathe haben eine Stunde Mathe und eine Stunde Französisch und die anderen haben nur eine Stunde Französisch. Sie sind in Französisch in zwei Gruppen geteilt, sodass circa 13 Leute in einer Gruppe sind.
Ich hab zusammen mit einem Iraner aus meiner Klasse zwei Stunden Französisch Sprachunterricht bei einer extra Lehrerin. Der Iraner lernt seit gut drei Monaten Französisch und bleibt hier bis zum Abitur. Gestern hatten wir erst zum zweiten Mal diesen extra Unterricht, weil wir davor mit unserer Klasse zusammen Accompagnement hatten.
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Freitag und Samstag
Ihr habt euch bestimmt gefragt, warum ich nicht gleich am Freitag oder am Wochenende vom Konzert von Glorious berichtet hab. Der Grund ist ganz simpel: ich hatte keine Zeit dazu. Hier eine kleine Chronologie von Freitag:
17.50 Uhr: Schulschluss
18.20 Uhr: Ich komm zu Hause an und trinke erstmal was.
18.30 Uhr: Hausaufgaben ...
19.00 Uhr: anfangen zu packen (ihr wollt wissen für was? Das erfahrt ihr im nächsten Post.)
19.30 Uhr: Abendessen
20.00 Uhr: fertigpacken
Danach war ich so müde, dass ich gleich ins Bett gegangen bin; am Samstag hab ich schon um 8 Uhr Schule.
Die letzte Schulstunde am Samstag (von 11 Uhr bis 12 Uhr) hat nur noch zum Schülerquälen existiert, keiner hat mehr wirklich aufgepasst, alle haben auf die Ferien hingefiebert. Dann das erlösende Schellen - schnell zusammenpacken und auf geht's!
Ich war die letzte von meiner Familie, die nach Hause kam. Béatrice war die Woche über in Berlin und kam um 9 Uhr heim, mein Gastvater hatte sich freigenommen, meine ältere Gastschwester hatte schon um 10 Uhr Schule aus und meine jüngere Gastschwester hat samstags keinen Unterricht.
Als ich um 12.30 Uhr heimgekommen bin, haben wir schnell gegessen und anschließend haben wir uns ins Auto gehockt und sind losgefahren.
Zur Réunion de la famille!
17.50 Uhr: Schulschluss
18.20 Uhr: Ich komm zu Hause an und trinke erstmal was.
18.30 Uhr: Hausaufgaben ...
19.00 Uhr: anfangen zu packen (ihr wollt wissen für was? Das erfahrt ihr im nächsten Post.)
19.30 Uhr: Abendessen
20.00 Uhr: fertigpacken
Danach war ich so müde, dass ich gleich ins Bett gegangen bin; am Samstag hab ich schon um 8 Uhr Schule.
Die letzte Schulstunde am Samstag (von 11 Uhr bis 12 Uhr) hat nur noch zum Schülerquälen existiert, keiner hat mehr wirklich aufgepasst, alle haben auf die Ferien hingefiebert. Dann das erlösende Schellen - schnell zusammenpacken und auf geht's!
Ich war die letzte von meiner Familie, die nach Hause kam. Béatrice war die Woche über in Berlin und kam um 9 Uhr heim, mein Gastvater hatte sich freigenommen, meine ältere Gastschwester hatte schon um 10 Uhr Schule aus und meine jüngere Gastschwester hat samstags keinen Unterricht.
Als ich um 12.30 Uhr heimgekommen bin, haben wir schnell gegessen und anschließend haben wir uns ins Auto gehockt und sind losgefahren.
Zur Réunion de la famille!
Samstag, 5. Oktober 2013
Pour mes amis français et ma classe français
Les Français prononcent mon nom mieux que les Allemands.
En Allemagne, j'habite en Bavière. Je n'ai pas d'animaux domestiques mais j'ai un frère, il a 17 ans, et une sœur, elle a 10 ans et moi, j'ai 15 ans.
En Allemagne, je suis aussi en Seconde. Mon lycée est
seulement pour des filles. À mon école, il y a une option qui
s'appelle « journal scolaire ». Je suis la rédactrice en
chef avec une amie. Mon
projet professionnel consiste à être une photographe ou une journaliste,
quelque chose de semblable.
J'aime prendre des photos, lire, la natation, jouer de la guitare et du saxo, jouer aux cartes etc. Je suis une droitière et j'écris beaucoup des lettres, en France.
En Allemagne, j'habite en Bavière. Je n'ai pas d'animaux domestiques mais j'ai un frère, il a 17 ans, et une sœur, elle a 10 ans et moi, j'ai 15 ans.
J'aime prendre des photos, lire, la natation, jouer de la guitare et du saxo, jouer aux cartes etc. Je suis une droitière et j'écris beaucoup des lettres, en France.
Pourquoi
je veux passer six mois en France ? C'est parce que … je ne
sais pas. En France, il y a des personne de ma famille mais je ne les
connais pas. Je veux améliorer mon français, je veux
apprendre à connaître la culture et les gens.
Je
pense que c'est tout, mais quand je trouve quelque chose que j'ai
oublié je l'écrirai. Vous pouvez poser des questions sur mon
identité si vous voulez.
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Lateinunterricht
Seit heute hab ich Lateinunterricht auf Französisch! In meiner Lateinklasse sind inklusive mir 17 Schüler. Allerdings haben die glaub ich noch nicht so lange Latein wie ich in Deutschland. Heute haben sie eine interro rausbekommen und besprochen. Das waren Deklinationen und Konjugationen im Indikativ Präsens. Die Franzosen deklinieren die Substantive in einer anderen Reihenfolge als wir Deutschen:
Meine Schulbücher soll ich im Laufe der Woche kriegen, wenn alles gut läuft. Jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken!
Deklination
in Frankreich
|
Deklination
in Deutschland
|
Nominativ
|
Nominativ
|
Vokativ
|
Genitiv
|
| Ablativ |
Dativ
|
Genitiv
|
Akkusativ
|
Dativ
|
|
Akkusativ
|
Ablativ
|
Montag, 30. September 2013
Mein erster Monat in Frankreich
Zuerst einmal muss ich euch gratulieren: Nachdem ihr im August die 1000-Seitenaufrufe-Marke geknackt habt, habt ihr jetzt im September nochmal 1000 geschafft! In meinem ersten Monat in Frankreich - das bestärkt mich weiterzumachen, weil ich so weiß, dass ihr von meinen Erlebnissen hören wollt.
Nun komme ich aber zur Sache: Dieser Post heißt "Mein erster Monat in Frankreich". So viel gibt es gar nicht mehr zu berichten, das meiste wisst ihr schon. Wie es mir in der Schule geht, was ich am Wochenende mache, und so weiter.
Aber über einige Sachen hat sich kein Post rentiert; darum kommt hier ein kleines Erlebnisbündel:
Montags hab ich eine Stunde Mittagspause. Mit den beiden Mädchen aus meiner Klasse, Marine und Léa, geh ich gleich nach der DS in die Mensa. Das Mensaprinzip erklär ich euch später mal. Wir essen ziemlich schnell, damit wir danach mehr Zeit haben. Zeit für was? Zeit für le Rock - Rock 'n' roll-"Tanzkurs".
Heute Abend war ich mit Béatrice beim Fechten. Béatrice war zum ersten Mal beim Fechten, seit sie in Deutschland war. Ich bin mitgekommen und durfte es ausprobieren. Ein Trainer hat mir nach dem Aufwärmen das Grundprinzip gezeigt und ich muss sagen, das macht tortal viel Spaß! (Tortal war für die Milena, für alle anderen natürlich total.)
Das waren meine kleinen Neuigkeiten von meinem ersten Monat, der viel zu schnell vergangen ist. Ein Sechstel meiner Zeit hier ist schon vorbei!
Donnerstag, 26. September 2013
Mathématiques
Am Dienstag haben wir eine interro in Maths geschrieben. Das ist wie eine Stegreifaufgabe. Gestern haben wir sie rausbekommen: Ich hatte 16/20. Es waren insgesamt 10 Aufgaben und bei einer bin ich nicht auf die Lösung gekommen und eine andere hab ich eigentlich richtig, warum der Lehrer mir das angestrichen hat, wusste ich nicht. Heute hab ich nachgefragt, dann war das doch richtig, ich hab nur nicht den richtigen Weg genommen, und dann hatte ich 18/20. Das hat er auch in seinem Notenheft verbessert und da hab ich gesehen, dass die beste Note außer meiner 18 eine 16 war und mich total gefreut. Wir haben das zwar schon vor zwei Jahren in Deutschland gemacht, aber besser sein als andere ist immer gut.
Heute haben wir dann gleich noch eine interro in Mathe geschrieben. Wer schon vor Stundenende fertig ist, kann gleich abgeben und dem Lehrer beim Korrigieren zuschauen. So weiß man gleich seine Note. Ich hab als vierte oder fünfte abgegeben und voilà wieder 18/20. Die anderen, die vor mir abgegeben haben, waren schlechter. Diesmal hab ich mich nur verrechnet. Der Lehrer hat mich böse angeschaut und auf meine Arbeit auf Deutsch geschrieben: "Das ist sehr, sehr gut!" Bei meiner 16 hat er draufgeschrieben, "das ist gut!", und als er dann aus der 16 eine 18 gemacht hat, hat er noch ein "sehr" eingefügt.
So, jetzt reicht's auch schon wieder mit angeben und die Fotos sind nicht sonderlich gut, aber man erkennt, was drauf ist (hoffe ich).
Sonntag, 15. September 2013
Bücher, Kunst und mehr
| Pierre
Pevel signiert für Béatrice sein Buch "Le Chevalier" aus der Reihe "Haut-Royaume". |
| Mein Gastvater und Béatrice schauen einen Bildband bei Le Livre Sur La Place an. |
Gestern Nachmittag haben wir ein Haus von der École de Nancy angeschaut. École de Nancy gehört zum Jugendstil aus dem 20. Jahrhundert. In dem Haus durfte man leider keine Fotos machen. Danach sind wir noch in ein Restaurant gegangen, um etwas zu trinken. Dieses Restaurant ist ebenfalls in diesem Stil gebaut, aber da war ich dann schon zu müde, um zu fotografieren.
| Wieso steht hier in der Stadt ein Bücherregal? |
Unterwegs haben wir dieses Bücherregal mitten in der Stadt gesehen. Meine Gasteltern erklärten mir daraufhin, dass das eine Bibliothèque ist und man sich Bücher nehmen kann und sogar behalten darf. Dieses Regal wandert alle zwei bis drei Wochen von Stadt zu Stadt.
| Und wie war die Schule? |
Diese Schulwoche war ganz in Ordnung, wir haben eine Liste mit den Terminen für die DS (Schulaufgaben) bekommen. Wir schreiben jede Woche montags von 10 Uhr bis 12 Uhr eine Schulaufgabe. Dafür gibt es eine extra Stunde. Am Samstag hatten wir auch wieder S.V.T., da sollten wir an Laptops eine Grafik erstellen. Danach hatten wir PC (Physique Chimie), wo wir das gleiche Thema (Planeten) mit einem Film behandelt haben, was aber nicht halb so interessant war.
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