Seit einer Woche bin ich nicht mehr in Frankreich, aber ich bin noch nicht in Deutschland angekommen. Dass ich ein halbes Jahr in Frankreich war und jetzt wieder da bin, kommt mir so unecht vor.
Am Freitagabend sind meine Eltern und meine Schwester in Frankreich angekommen. Es war seltsam, in französischer Umgebung Deutsch zu sprechen. Das wurde dann ein Mix aus Deutsch und Französisch. Am Samstag in der Früh sind wir dann losgefahren. Der Abschied war seltsam. Es hat sich nicht so angefühlt, wie wenn der Austausch jetzt vorbei wäre. Aber das ist er ja auch nicht. Nur die sechs Monate Frankreich sind vorbei. Ich komme wieder! ;-)
Letzte Woche bin ich wieder in Deutschland in die Schule gegangen. Ich finde es total seltsam, nachmittags keinen Unterricht mehr zu haben, nicht mehr täglich in der Mensa zu essen, Vertretungsstunden zu haben und so weiter. Auch das Wochenende kommt mir so fantastisch lang vor.
Ich schlafe hier nachts genauso lang wie in Frankreich und doch bin ich jetzt so unglaublich müde. In meiner ersten Zeit in Frankreich war ich auch immer so müde. Ich hätte nicht gedacht, dass das bei der Rückkehr genauso sein wird.
Ich weiß noch nicht, ob und wie ich diesen Blog hier weiterführen werde. Vielleicht berichte ich hier über Erlebnisse, die etwas mit Frankreich zu tun haben. Vielleicht höre ich auch einfach auf.
Posts mit dem Label Ende werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ende werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 23. Februar 2014
Donnerstag, 13. Februar 2014
Die Schöne und das Biest - die Heimat und der Abschied
Meine Gefühle sind gerade "La belle et la bête" - "Die Schöne und das Biest". Ich freue mich darauf, nach Deutschland zurückzukehren. Andererseits fällt es mir schwer, das hier alles zurückzulassen.
Aber ein Abschied ohne Abschiedsfest ist wie Frankreich ohne Baguette. Deswegen durften gestern meine Freundinnen zum Mittagessen zu mir kommen. Die Crêpes waren super lecker und es war ein schöner Nachmittag!
Am Abend bin ich noch mit meiner Gastfamilie ins Kino gegangen. "La belle et la bête" kam gestern in die Kinos. Der Film ist echt schön gemacht und ich rate euch allen, ins Kino zu gehen, wenn "Die Schöne und das Biest" am 01. Mai in die deutschen Kinos kommt.
Ich hab mir gerade den deutschen Trailer angeschaut und ich muss ganz ehrlich sagen, auf Französisch gefällt mir der Film besser. Das könnte zwar auch daran liegen, dass ich zuerst die französische Fassung gesehen hab, aber das glaube ich eher nicht.
Wenn ihr verstehen wollt, was ich meine, schaut euch beide Trailer an, auch wenn ihr kein Französisch könnt. Der erste ist auf Französisch, der zweite auf Deutsch.
Am Dienstag hat mich meine Gastmutter gefragt, welches Essen mir am besten geschmeckt hat. Ich hab keine Ahnung, mir hat fast alles geschmeckt (außer Schnecken, Austern und foie gras). Sie hat mich gefragt, weil sie das dann Donnerstagabend nochmal kochen würde.
Schließlich gab es eine quiche und als Nachspeise das:
Als Fabiola und Ly kurz vor Weihnachten hier waren, gab es das auch schon. Das sieht nicht nur toll aus, das schmeckt auch noch total lecker.
Bevor wir aber die Nachspeise gegessen haben, überreichten mir meine Gasteltern noch ein Geschenk. Es soll ein Souvenir sein. Dabei hab ich doch schon so viele Souvenirs von ihnen geschenkt bekommen! Dieses hier ist ein Comic über die Geschichte von Nancy. Ich freu mich schon darauf, es zu lesen!
Nach dem Essen haben wir noch eine Runde Belote gespielt. Höchstwahrscheinlich zum letzten Mal... in Zukunft heißt es für meine Gastfamilie wieder nur zu dritt zu spielen, weil Béatrices Schwestern nicht so gerne spielen. Für mich heißt es in Zukunft, Belote auf Deutsch zu spielen, aber das kann ich mir schlecht vorstellen. Mal schauen, wie wir das Problem lösen werden.
Aber ein Abschied ohne Abschiedsfest ist wie Frankreich ohne Baguette. Deswegen durften gestern meine Freundinnen zum Mittagessen zu mir kommen. Die Crêpes waren super lecker und es war ein schöner Nachmittag!
Am Abend bin ich noch mit meiner Gastfamilie ins Kino gegangen. "La belle et la bête" kam gestern in die Kinos. Der Film ist echt schön gemacht und ich rate euch allen, ins Kino zu gehen, wenn "Die Schöne und das Biest" am 01. Mai in die deutschen Kinos kommt.
Ich hab mir gerade den deutschen Trailer angeschaut und ich muss ganz ehrlich sagen, auf Französisch gefällt mir der Film besser. Das könnte zwar auch daran liegen, dass ich zuerst die französische Fassung gesehen hab, aber das glaube ich eher nicht.
Wenn ihr verstehen wollt, was ich meine, schaut euch beide Trailer an, auch wenn ihr kein Französisch könnt. Der erste ist auf Französisch, der zweite auf Deutsch.
Am Dienstag hat mich meine Gastmutter gefragt, welches Essen mir am besten geschmeckt hat. Ich hab keine Ahnung, mir hat fast alles geschmeckt (außer Schnecken, Austern und foie gras). Sie hat mich gefragt, weil sie das dann Donnerstagabend nochmal kochen würde.
Schließlich gab es eine quiche und als Nachspeise das:
Als Fabiola und Ly kurz vor Weihnachten hier waren, gab es das auch schon. Das sieht nicht nur toll aus, das schmeckt auch noch total lecker.
Bevor wir aber die Nachspeise gegessen haben, überreichten mir meine Gasteltern noch ein Geschenk. Es soll ein Souvenir sein. Dabei hab ich doch schon so viele Souvenirs von ihnen geschenkt bekommen! Dieses hier ist ein Comic über die Geschichte von Nancy. Ich freu mich schon darauf, es zu lesen!
Nach dem Essen haben wir noch eine Runde Belote gespielt. Höchstwahrscheinlich zum letzten Mal... in Zukunft heißt es für meine Gastfamilie wieder nur zu dritt zu spielen, weil Béatrices Schwestern nicht so gerne spielen. Für mich heißt es in Zukunft, Belote auf Deutsch zu spielen, aber das kann ich mir schlecht vorstellen. Mal schauen, wie wir das Problem lösen werden.
Dienstag, 11. Februar 2014
Kurz vor Schluss
Befinde ich mich gerade in einem Zeitraffer? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Zeit so schnell vergeht. Mir bleibt nicht mehr viel französische Zeit übrig. In dreieinhalb Tagen ist es vorbei. Diese Tage werden es aber in sich haben. Seid gespannt auf meine nächsten Berichte.
Für das Austauschprogramm Voltaire muss ich einen Erfahrungsbericht schreiben. Mindestens zwei Seiten auf Französisch. Nachdem ich mir in einer Freistunde schon mal ein paar Gedanken darüber gemacht hatte, hab ich heute damit angefangen. Ich bin so froh, dass ich hier auf meinem Blog so viel geschrieben hab! Ich hab in diesem halben Jahr so viel erlebt, so viele Eindrücke bekommen, auswendig könnte ich die gar nicht aufzählen. Mit den Posts sind die Erinnerungen ganz schnell da.
Manche Fächer hab ich hier jetzt nicht mehr, deswegen hab ich mich auch schon bei ein paar Lehrern verabschiedet. Aber es fühlt sich trotzdem so unecht an, dass ich bald nicht mehr hier bin. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass ich am Montag schon wieder in Deutschland in die Schule gehen werde. Eine Sache weiß ich aber schon sicher: es wird wirklich seltsam sein, nicht mehr täglich in der Mensa zu essen und nur noch zwei Mal pro Woche Nachmittagsunterricht zu haben. Genauso der Samstagsunterricht. An zwei Tage Wochenende werde ich mich erst wieder gewöhnen müssen.
Heute haben wir in Französisch eine Schulaufgabe rausbekommen. Der Klassendurchschnitt lag bei 6,37 (von 20). Laut unserer Französischlehrerin ist das die totale Katastrophe. Ganze vier Leute haben 10 Punkte oder mehr. Meine Arbeit hat die Lehrerin nicht benotet, weil sie meinte, die Texte waren für mich schwer zu verstehen. Insgesamt mussten wir vier Texte (aus dem 19. Jahrhundert oder so) kommentieren, interpretieren etc. Ich hab einen Text Wort für Wort übersetzt und versucht, die Arbeit zu schreiben. Hat wohl nicht so ganz funktioniert... aber keine Note ist besser als eine schlechte Note =) Haha, Klassendurchschnitt 6,37, meine Klasse ist wirklich schlecht xD
An dieser Stelle hör ich auf, morgen hab ich Schule um 8 Uhr. Meine 10-Uhr-Schulbeginne werde ich echt vermissen... Gute Nacht und bis bald!
Für das Austauschprogramm Voltaire muss ich einen Erfahrungsbericht schreiben. Mindestens zwei Seiten auf Französisch. Nachdem ich mir in einer Freistunde schon mal ein paar Gedanken darüber gemacht hatte, hab ich heute damit angefangen. Ich bin so froh, dass ich hier auf meinem Blog so viel geschrieben hab! Ich hab in diesem halben Jahr so viel erlebt, so viele Eindrücke bekommen, auswendig könnte ich die gar nicht aufzählen. Mit den Posts sind die Erinnerungen ganz schnell da.
Manche Fächer hab ich hier jetzt nicht mehr, deswegen hab ich mich auch schon bei ein paar Lehrern verabschiedet. Aber es fühlt sich trotzdem so unecht an, dass ich bald nicht mehr hier bin. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass ich am Montag schon wieder in Deutschland in die Schule gehen werde. Eine Sache weiß ich aber schon sicher: es wird wirklich seltsam sein, nicht mehr täglich in der Mensa zu essen und nur noch zwei Mal pro Woche Nachmittagsunterricht zu haben. Genauso der Samstagsunterricht. An zwei Tage Wochenende werde ich mich erst wieder gewöhnen müssen.
Heute haben wir in Französisch eine Schulaufgabe rausbekommen. Der Klassendurchschnitt lag bei 6,37 (von 20). Laut unserer Französischlehrerin ist das die totale Katastrophe. Ganze vier Leute haben 10 Punkte oder mehr. Meine Arbeit hat die Lehrerin nicht benotet, weil sie meinte, die Texte waren für mich schwer zu verstehen. Insgesamt mussten wir vier Texte (aus dem 19. Jahrhundert oder so) kommentieren, interpretieren etc. Ich hab einen Text Wort für Wort übersetzt und versucht, die Arbeit zu schreiben. Hat wohl nicht so ganz funktioniert... aber keine Note ist besser als eine schlechte Note =) Haha, Klassendurchschnitt 6,37, meine Klasse ist wirklich schlecht xD
An dieser Stelle hör ich auf, morgen hab ich Schule um 8 Uhr. Meine 10-Uhr-Schulbeginne werde ich echt vermissen... Gute Nacht und bis bald!
Dienstag, 21. Januar 2014
Zeitgefühle und Abschiedsgedanken, die kein Zeitgefühl haben
Die Zeit rennt ... ich weiß nicht genau, wie lange ich noch hier in Frankreich bin. Nachdem ich in den letzten Wochen immer genau wusste, wie viele Wochen ich noch hier bin, hab ich es endlich geschafft, diesen Cowntdown aus meinem Kopf zu verbannen. Und ich werde es sicher nicht für euch ausrechnen.
Zusätzlich zu dem Gedanken, dass ich bald nach Deutschland zurückkehren muss, habe ich das Gefühl, ich komm gerade nicht weiter. Die Zeit läuft und läuft und läuft und ich bleibe auf der gleichen Stelle stehen. Die Zeit zieht an mir vorüber. Und das seit Weihnachten. Ich kann es gar nicht glauben, dass schon ein Monat seit Weihnachten vergangen ist. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Das letzte Mal, wo ich das Gefühl hatte, die Zeit nicht wirklich zu nutzen, hab ich auch nichts fertig gekriegt. Da war ich irgendwo in einem Loch und musste selber wieder herausfinden. Das ist bestimmt schon ein Jahr her, aber das war auch anders. Eigentlich ist alles wie immer, außer dass ich nicht wirklich merke, wie die Zeit vergeht. Vielleicht kann man das mit der Erde vergleichen. Die Erde dreht sich und dreht sich und dreht sich. Ich drehe mich mit ihr mit, bleibe aber am gleichen Punkt stehen und denke deswegen, ich drehe mich nicht mit? Ich weiß nicht, ob ihr meine Gedankengänge nachvollziehen könnt, so wirklich kann ich es selber nicht. Ich will es begreifen, was das mit der Zeit auf sich hat, damit ich es ändern kann und die Zeit nicht verschwende, weil ich nicht merke, wie sie vergeht.
Ich will noch nicht von hier weggehen. Aber ich will auch wieder nach Hause. Mir wurde schon mehrfach gesagt, dass es von der Schule hier kein Problem wäre, dass ich länger bleibe. Aber irgendwie will ich auch wieder nach Hause. Wenn ich von Anfang an ein Jahr Frankreich festgesetzt hätte, wäre es einfacher zu bleiben. Ich mache es mir jetzt halt einfach. Es hieß von Anfang an ein halbes Jahr und es ist mir zu kompliziert, das jetzt noch zu verändern. Vielleicht werde ich das irgendwann bereuen. Aber es gibt auch Dinge in meinem Leben, von denen ich weiß, dass es ihnen gut tun wird, wenn ich bald nach Hause komme. Es hört sich so seltsam an, wenn ich mit "nach Hause" "nach Deutschland" meine. Denn ich hab hier auch ein Zuhause gefunden. Mir wird mein französisches Leben so fehlen. Ich kann, nein ich will, mir das gar nicht vorstellen, nicht mehr hier in die Schule zu gehen, nicht mehr meine französischen Freundinnen zu sehen, nicht mehr meine französische Familie, nicht mehr französisch zu sprechen. Da bleib ich gleich mal beim Französischsprechen. Am Anfang dieses halben Jahres hab ich fast nichts verstanden, weder beim Lesen noch beim Hören. Mit dem Sprechen war es genauso. Was ich beim Lesen verstehe, da kommt es ganz darauf an, wer wann welche Art von Text geschrieben hat. Beim Sprechen verstehe ziemlich viel, nicht alles, geschätzte 83% vielleicht (80% sind mir zu wenig und 85% zu viel). Oft höre ich aus Gewohnheit bei Gesprächen trotzdem nicht zu ... während ich in Deutschland früher bei fast allen Gesprächen zugehört hab, hab ich mich jetzt daran gewöhnt, oft in meinen Gedanken zu versinken und nur manchmal zuzuhören.
Das klingt jetzt schon so wie eine Zusammenfassung... ich will das noch nicht beenden. Warum läuft die Zeit weiter und ich nicht? Warum nicht andersrum? Aus Zeitgedanken wurden Abschiedsgedanken. An dieser Stelle hab ich noch eine Überraschung für mich selber: Du musst noch nicht jetzt gehen! Du hast noch ein paar Wochen in Frankreich!
Und für euch hab ich auch eine Überraschung: Ihr könnt das Leben noch ein paar Wochen ohne mich genießen! Vielleicht habt ihr so eine Chance nie wieder. Nutzt sie! (Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, werde ich noch oft in mein französisches Leben zurückkehren....)
Zusätzlich zu dem Gedanken, dass ich bald nach Deutschland zurückkehren muss, habe ich das Gefühl, ich komm gerade nicht weiter. Die Zeit läuft und läuft und läuft und ich bleibe auf der gleichen Stelle stehen. Die Zeit zieht an mir vorüber. Und das seit Weihnachten. Ich kann es gar nicht glauben, dass schon ein Monat seit Weihnachten vergangen ist. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Das letzte Mal, wo ich das Gefühl hatte, die Zeit nicht wirklich zu nutzen, hab ich auch nichts fertig gekriegt. Da war ich irgendwo in einem Loch und musste selber wieder herausfinden. Das ist bestimmt schon ein Jahr her, aber das war auch anders. Eigentlich ist alles wie immer, außer dass ich nicht wirklich merke, wie die Zeit vergeht. Vielleicht kann man das mit der Erde vergleichen. Die Erde dreht sich und dreht sich und dreht sich. Ich drehe mich mit ihr mit, bleibe aber am gleichen Punkt stehen und denke deswegen, ich drehe mich nicht mit? Ich weiß nicht, ob ihr meine Gedankengänge nachvollziehen könnt, so wirklich kann ich es selber nicht. Ich will es begreifen, was das mit der Zeit auf sich hat, damit ich es ändern kann und die Zeit nicht verschwende, weil ich nicht merke, wie sie vergeht.
Ich will noch nicht von hier weggehen. Aber ich will auch wieder nach Hause. Mir wurde schon mehrfach gesagt, dass es von der Schule hier kein Problem wäre, dass ich länger bleibe. Aber irgendwie will ich auch wieder nach Hause. Wenn ich von Anfang an ein Jahr Frankreich festgesetzt hätte, wäre es einfacher zu bleiben. Ich mache es mir jetzt halt einfach. Es hieß von Anfang an ein halbes Jahr und es ist mir zu kompliziert, das jetzt noch zu verändern. Vielleicht werde ich das irgendwann bereuen. Aber es gibt auch Dinge in meinem Leben, von denen ich weiß, dass es ihnen gut tun wird, wenn ich bald nach Hause komme. Es hört sich so seltsam an, wenn ich mit "nach Hause" "nach Deutschland" meine. Denn ich hab hier auch ein Zuhause gefunden. Mir wird mein französisches Leben so fehlen. Ich kann, nein ich will, mir das gar nicht vorstellen, nicht mehr hier in die Schule zu gehen, nicht mehr meine französischen Freundinnen zu sehen, nicht mehr meine französische Familie, nicht mehr französisch zu sprechen. Da bleib ich gleich mal beim Französischsprechen. Am Anfang dieses halben Jahres hab ich fast nichts verstanden, weder beim Lesen noch beim Hören. Mit dem Sprechen war es genauso. Was ich beim Lesen verstehe, da kommt es ganz darauf an, wer wann welche Art von Text geschrieben hat. Beim Sprechen verstehe ziemlich viel, nicht alles, geschätzte 83% vielleicht (80% sind mir zu wenig und 85% zu viel). Oft höre ich aus Gewohnheit bei Gesprächen trotzdem nicht zu ... während ich in Deutschland früher bei fast allen Gesprächen zugehört hab, hab ich mich jetzt daran gewöhnt, oft in meinen Gedanken zu versinken und nur manchmal zuzuhören.
Das klingt jetzt schon so wie eine Zusammenfassung... ich will das noch nicht beenden. Warum läuft die Zeit weiter und ich nicht? Warum nicht andersrum? Aus Zeitgedanken wurden Abschiedsgedanken. An dieser Stelle hab ich noch eine Überraschung für mich selber: Du musst noch nicht jetzt gehen! Du hast noch ein paar Wochen in Frankreich!
Und für euch hab ich auch eine Überraschung: Ihr könnt das Leben noch ein paar Wochen ohne mich genießen! Vielleicht habt ihr so eine Chance nie wieder. Nutzt sie! (Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, werde ich noch oft in mein französisches Leben zurückkehren....)
Dienstag, 31. Dezember 2013
Mein Jahresrückblick 2013
Wieder ist ein Jahr vergangen. Wieder ein Jahr, das viel verändert hat. Wieder ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Wieder ein Jahr, in dem Erinnerungen stecken.
Überall findet man an den letzten Tagen im Jahr Jahresrückblicke. Auch ich hab mir Gedanken über 2013 gemacht. Dieses Jahr wurde von meinem Schüleraustausch geprägt. Mir fällt es schwer, zu glauben, dass dieses Jahr jetzt vorbei sein soll. Auch wenn ich noch sechseinhalb Wochen in Frankreich bin, heißt es nicht nur von dem Jahr 2013 Abschiednehmen, sondern beinahe auch schon von "meinem speziellen Jahr" .
Ich hab so einige Fragen zu 2013 gefunden, gesammelt und beantwortet. Es ist viel geworden. Zum Teil sind die Antworten ziemlich "frankreichlastig".
Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Spontan fällt mir nichts Schlechtes an 2013 ein (außer Schulstress), aber ich würde nicht sagen, es kann kein besseres Jahr kommen. Von daher vielleicht eine 8.
2013 in einem Wort?
Unvergesslich.
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Die Anmeldung für den Schüleraustausch war schon 2012 und kommt deswegen nicht infrage. Die beste Idee war wahrscheinlich, über den Schüleraustausch zu bloggen.
Die schönste Erfahrung 2013?
Dass es in Deutschland Leute gibt, die mich vermissen.
Die schlechteste Erfahrung 2013:
Weihnachten ohne Weihnachtsstimmung ist nicht Weihnachten mit Weihnachtsstimmung.
Die Erkenntnis des Jahres:
Sag klar und deutlich, was du willst oder nicht willst. Es ist niemandem geholfen, wenn du um den heißen Brei herumredest.
Der größte Lerneffekt 2013:
Vermutlich ist damit gemeint, wodurch man am meisten gelernt hat. Ganz klar: Dadurch dass ich im Ausland bin, hab ich mein Französisch verbessert, bin selbstbewusster geworden usw.
Der schönste Moment 2013:
Die Bestätigung für den Schüleraustausch
Die spannendsten Momente 2013:
Mein erster Schultag in Frankreich: ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet.
Unvergessliche Momente 2013:
die Erscheinung der Schülerzeitung, mein erster Tag in Frankreich
Dein Wort des Jahres?
Frankreich
Dein Unwort des Jahres?
Ich erweitere das mal auf einen Satz: „Je n'ai pas compris“ bzw. „Je ne comprends pas“ (ich hab es nicht verstanden bzw. ich verstehe es nicht).
Die Sms des Jahres?
„Ich been [Name]“ - die Sms eines Franzosen mit deutschen Wurzeln. Mit der Sms hat er mir seine Handynummer gegeben. (rein freundschaftlich!)
Die dümmste Sms des Jahres?
Ok
Der schönste Blog-Moment:
Als ich 1000 Seitenaufrufe hatte.
Deine Lieblingsblogs des Jahres?
Ich hab dieses Jahr die Bloggerwelt kennengelernt und so viele tolle Blogs gefunden. Ich denke, am liebsten mag ich HannahsBücherblog und Real Booklover. Halt, da fällt mir noch ein ganz toller Blog ein: saxophonistisches.de
Deine Lieblingskanäle bei youtube 2013?
DorFuchs, LiontTV
Die schönsten Orte 2013:
Provence, Nancy, München, Bibione, Pfronten und das waren noch längst nicht alle...
Stadt des Jahres?
Nancy. Ist zwar nicht die schönste Stadt, aber ich hab hier ziemlich viel erlebt in diesem Jahr.
Song des Jahres?
Getränk des Jahres?
Hopster, die Hopfenlimo, die nicht so süß ist wie Zitronen- oder Orangenlimo.
Das leckerste Essen?
Crêpes, sowohl süß als auch deftig.
Das beeindruckendste Buch?
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green. Ich glaub, ich hab das dieses Jahr gelesen.
Der ergreifendste Film?
Der englische Patient.
Die beste CD?
Mein Musikmix von der Elli
Das schönste Konzert?
Das Konzert von Glorious steht ganz oben auf der Liste, als nächstes kommt das Kinokonzert. Beide waren superschön.
Die wichtigsten Menschen 2013:
Béatrice, meine deutschen Freundinnen, meine französischen Freundinnen und meine Familie (eine ganz erwartungsgemäße Antwort)
Die tollsten Menschen, die ich kennengelernt habe:
Meine Gastfamilie gehört auf jeden Fall dazu.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da fällt mir nur was ein, was total unwichtig ist: Der deutsche Akzent im Französischen ist hässlich.
Die wichtigste Sache, von der dich jemand überzeugen wollte?
Die Jacke zu nehmen, die wir in Metz gefunden haben.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich weiß nicht, ob mein Geschenk für irgendjemanden „das schönste Geschenk“ war. Ich hab aber keine Ahnung, was das schönste Geschenk meiner Meinung nach war.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich fände es unfair, hier eine Rangliste zu machen. Ich hab mich über jedes Geschenk gefreut und wüsste auch nicht, welches DAS schönste Geschenk war.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Bevor du wieder nach Deutschland gehst, werden wir dich entführen, damit du bei uns bleibst.“ (Eine meiner französischen Freundinnen, auf Französisch natürlich)
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Spontan zu reden, kann ich nicht so gut. Dementsprechend sag ich auch keine schönen Sätze. Aber ich hab so einige Briefe mit Herzblut geschrieben.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Béatrice ♥
Die schönste Zeit verbracht mit?
Dazu muss ich erst mal wissen, was die schönste Zeit war. Ich kann hier auch kein Ranking machen. Wenn ich etwas Schönes erlebe, genieße ich es und vergleiche nicht.
Zugenommen oder abgenommen?
In Frankreich abnehmen? Unmöglich. Ich hab etwas zugenommen.
Haare länger oder kürzer?
2012 hab ich mir die Haare relativ kurz schneiden lassen. Ich würde sagen, sie sind jetzt länger, als am Anfang vom Jahr.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weder noch. Ich sehe schon immer sehr gut und das wird hoffentlich noch lange so bleiben.
Mehr Geld oder weniger?
Da bin ich mir nicht so sicher, wobei ich aus dem Bauch heraus „weniger“ sagen würde.
Besseren Job oder schlechteren?
Schüler in Deutschland oder Schüler in Frankreich? Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich würde sagen, das ist beides gleich gut.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr! Wie viel Geld man im Ausland raushaut, das ist unglaublich...
Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Ein Buch („Joker“) bei Hannahs Bücherblog.
Mehr bewegt oder weniger?
Ich geh hier nicht so regelmäßig zum Schwimmen, aber ich laufe jeden Tag zur Schule. Von daher könnte es ungefähr gleich sein, nur die Art der Bewegung hat sich verändert.
Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Zum Glück keine einzige außer kleine Erkältungen.
Davon war für Dich die Schlimmste?
Ich denke mal keine.
Der hirnrissigste Plan?
Einen neuen Schulweg auszuprobieren. Ich hatte etwas mehr Zeit, bin einfach mal eine Parallelstraße gelaufen und kannte mich plötzlich nicht mehr aus. Letztendlich hab ich aber doch noch zur Schule gefunden.
Die gefährlichste Unternehmung?
Für ein halbes Jahr nach Frankreich zu fahren, ohne wirklich Französisch zu können.
Die teuerste Anschaffung?
Mein Laptop und meine Kamera... mein Laptop war aber teurer.
2013 zum ersten Mal getan?
Weihnachtsgeschenke besorgen.
2013 nach langer Zeit wieder getan?
Briefe geschrieben.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Schulaufgabenstress, eine Unklarheit mit der Druckerei für die Schülerzeitung, Spinnen im Bad des Ferienhauses in der Provence
Eine kleine Sammlung der Ereignisse 2013
(vielleicht etwas uninteressant, teilweise sind hier nur sämtliche Blogeinträge zusammengefasst)
Das erste besondere Ereignis 2013 war am 19.01.: Es kam Post: die Bestätigung für meinen Frankreichaustausch! Endlich ist das ungewisse Warten vorbei. Das war auch der Zeitpunkt, wo ich mir ernsthaft Gedanken über einen Blog gemacht hab. Vorher hab ich schon überlegt, ob ich anfangen soll mit "Bewerbung ist abgeschickt, jetzt heißt es warten" usw. Aber wenn dann eine Absage kommt, bringt mir der Blog nichts.
Das nächste Ereignis war am gleichen Tag, abends. Der Schützenball! Der Abend, auf den ich die letzten vier Jahre gewartet hab, seit mein Bruder das erste Mal dorthin durfte. Für mich war es nicht schwer, Jungschützenkönigin zu werden, weil ich die einzige Jugendliche war, die mitgeschossen hat und noch nie Jungschützenkönig war.
Am 16. März kam endlich Béatrice. Eine Woche vorher bin ich in ein anderes Zimmer umgezogen, damit Béatrice das schönere bekommt, das auch vollständig eingerichtet war. Eine Woche nach ihrer Ankunft hatte Béatrice Geburtstag.
An Ostern lag Schnee und wir haben die Ostereier und -geschenke im Haus gesucht. Béatrice hat erzählt, bei ihr sucht man sie draußen. Bei uns ging das nicht, sonst hätte man sie durch die Spuren im Schnee gleich gefunden. So ein schlauer Hase...
Anfang waren wir beim Neuen Weg, Ende April waren Besinnungstage in Seifriedsberg, wo Béatrice leider nicht dabei war, anschließend war Girls' Day.
In den Pfingstferien waren wir in Bibione, ein wenig später war ich in Kochel bei einem Fotoseminar. Ende Juli waren in der Schule wieder aktionsreiche Tage und schließlich gab es Zeugnisse. In den Sommerferien waren wir auf dem Kirchturm, in München und in der Hallertau. Ich hab noch einige Tage bei meiner besten Freundin verbracht, bevor ich nach Frankreich gefahren bin. Kurz nach Béatrices Abreise hatte ich Geburtstag, den ich schon zwischen Tür und Angel mit der Familie gefeiert hab.
An meinen ersten Tag in Frankreich kann ich mich noch genau erinnern. Seit ich in Frankreich bin, hab ich euch alles hier auf meinem Blog erzählt, darum greif ich jetzt nichts mehr auf, außer die schönen Herbstferien in der Provence und das Weihnachten ohne Weihnachtsstimmung.
In diesem Sinne wünsch ich euch ein gutes neues Jahr 2014, in dem wir uns wiedersehen werden!
Überall findet man an den letzten Tagen im Jahr Jahresrückblicke. Auch ich hab mir Gedanken über 2013 gemacht. Dieses Jahr wurde von meinem Schüleraustausch geprägt. Mir fällt es schwer, zu glauben, dass dieses Jahr jetzt vorbei sein soll. Auch wenn ich noch sechseinhalb Wochen in Frankreich bin, heißt es nicht nur von dem Jahr 2013 Abschiednehmen, sondern beinahe auch schon von "meinem speziellen Jahr" .
Ich hab so einige Fragen zu 2013 gefunden, gesammelt und beantwortet. Es ist viel geworden. Zum Teil sind die Antworten ziemlich "frankreichlastig".
Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Spontan fällt mir nichts Schlechtes an 2013 ein (außer Schulstress), aber ich würde nicht sagen, es kann kein besseres Jahr kommen. Von daher vielleicht eine 8.
2013 in einem Wort?
Unvergesslich.
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Die Anmeldung für den Schüleraustausch war schon 2012 und kommt deswegen nicht infrage. Die beste Idee war wahrscheinlich, über den Schüleraustausch zu bloggen.
Die schönste Erfahrung 2013?
Dass es in Deutschland Leute gibt, die mich vermissen.
Die schlechteste Erfahrung 2013:
Weihnachten ohne Weihnachtsstimmung ist nicht Weihnachten mit Weihnachtsstimmung.
Die Erkenntnis des Jahres:
Sag klar und deutlich, was du willst oder nicht willst. Es ist niemandem geholfen, wenn du um den heißen Brei herumredest.
Der größte Lerneffekt 2013:
Vermutlich ist damit gemeint, wodurch man am meisten gelernt hat. Ganz klar: Dadurch dass ich im Ausland bin, hab ich mein Französisch verbessert, bin selbstbewusster geworden usw.
Der schönste Moment 2013:
Die Bestätigung für den Schüleraustausch
Die spannendsten Momente 2013:
Mein erster Schultag in Frankreich: ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet.
Unvergessliche Momente 2013:
die Erscheinung der Schülerzeitung, mein erster Tag in Frankreich
Dein Wort des Jahres?
Frankreich
Dein Unwort des Jahres?
Ich erweitere das mal auf einen Satz: „Je n'ai pas compris“ bzw. „Je ne comprends pas“ (ich hab es nicht verstanden bzw. ich verstehe es nicht).
Die Sms des Jahres?
„Ich been [Name]“ - die Sms eines Franzosen mit deutschen Wurzeln. Mit der Sms hat er mir seine Handynummer gegeben. (rein freundschaftlich!)
Die dümmste Sms des Jahres?
Ok
Der schönste Blog-Moment:
Als ich 1000 Seitenaufrufe hatte.
Deine Lieblingsblogs des Jahres?
Ich hab dieses Jahr die Bloggerwelt kennengelernt und so viele tolle Blogs gefunden. Ich denke, am liebsten mag ich HannahsBücherblog und Real Booklover. Halt, da fällt mir noch ein ganz toller Blog ein: saxophonistisches.de
Deine Lieblingskanäle bei youtube 2013?
DorFuchs, LiontTV
Die schönsten Orte 2013:
Provence, Nancy, München, Bibione, Pfronten und das waren noch längst nicht alle...
Stadt des Jahres?
Nancy. Ist zwar nicht die schönste Stadt, aber ich hab hier ziemlich viel erlebt in diesem Jahr.
Song des Jahres?
Getränk des Jahres?
Hopster, die Hopfenlimo, die nicht so süß ist wie Zitronen- oder Orangenlimo.
Das leckerste Essen?
Crêpes, sowohl süß als auch deftig.
Das beeindruckendste Buch?
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green. Ich glaub, ich hab das dieses Jahr gelesen.
Der ergreifendste Film?
Der englische Patient.
Die beste CD?
Mein Musikmix von der Elli
Das schönste Konzert?
Das Konzert von Glorious steht ganz oben auf der Liste, als nächstes kommt das Kinokonzert. Beide waren superschön.
Die wichtigsten Menschen 2013:
Béatrice, meine deutschen Freundinnen, meine französischen Freundinnen und meine Familie (eine ganz erwartungsgemäße Antwort)
Die tollsten Menschen, die ich kennengelernt habe:
Meine Gastfamilie gehört auf jeden Fall dazu.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Da fällt mir nur was ein, was total unwichtig ist: Der deutsche Akzent im Französischen ist hässlich.
Die wichtigste Sache, von der dich jemand überzeugen wollte?
Die Jacke zu nehmen, die wir in Metz gefunden haben.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich weiß nicht, ob mein Geschenk für irgendjemanden „das schönste Geschenk“ war. Ich hab aber keine Ahnung, was das schönste Geschenk meiner Meinung nach war.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich fände es unfair, hier eine Rangliste zu machen. Ich hab mich über jedes Geschenk gefreut und wüsste auch nicht, welches DAS schönste Geschenk war.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Bevor du wieder nach Deutschland gehst, werden wir dich entführen, damit du bei uns bleibst.“ (Eine meiner französischen Freundinnen, auf Französisch natürlich)
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Spontan zu reden, kann ich nicht so gut. Dementsprechend sag ich auch keine schönen Sätze. Aber ich hab so einige Briefe mit Herzblut geschrieben.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Béatrice ♥
Die schönste Zeit verbracht mit?
Dazu muss ich erst mal wissen, was die schönste Zeit war. Ich kann hier auch kein Ranking machen. Wenn ich etwas Schönes erlebe, genieße ich es und vergleiche nicht.
Zugenommen oder abgenommen?
In Frankreich abnehmen? Unmöglich. Ich hab etwas zugenommen.
Haare länger oder kürzer?
2012 hab ich mir die Haare relativ kurz schneiden lassen. Ich würde sagen, sie sind jetzt länger, als am Anfang vom Jahr.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weder noch. Ich sehe schon immer sehr gut und das wird hoffentlich noch lange so bleiben.
Mehr Geld oder weniger?
Da bin ich mir nicht so sicher, wobei ich aus dem Bauch heraus „weniger“ sagen würde.
Besseren Job oder schlechteren?
Schüler in Deutschland oder Schüler in Frankreich? Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich würde sagen, das ist beides gleich gut.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr! Wie viel Geld man im Ausland raushaut, das ist unglaublich...
Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Ein Buch („Joker“) bei Hannahs Bücherblog.
Mehr bewegt oder weniger?
Ich geh hier nicht so regelmäßig zum Schwimmen, aber ich laufe jeden Tag zur Schule. Von daher könnte es ungefähr gleich sein, nur die Art der Bewegung hat sich verändert.
Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Zum Glück keine einzige außer kleine Erkältungen.
Davon war für Dich die Schlimmste?
Ich denke mal keine.
Der hirnrissigste Plan?
Einen neuen Schulweg auszuprobieren. Ich hatte etwas mehr Zeit, bin einfach mal eine Parallelstraße gelaufen und kannte mich plötzlich nicht mehr aus. Letztendlich hab ich aber doch noch zur Schule gefunden.
Die gefährlichste Unternehmung?
Für ein halbes Jahr nach Frankreich zu fahren, ohne wirklich Französisch zu können.
Die teuerste Anschaffung?
Mein Laptop und meine Kamera... mein Laptop war aber teurer.
2013 zum ersten Mal getan?
Weihnachtsgeschenke besorgen.
2013 nach langer Zeit wieder getan?
Briefe geschrieben.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Schulaufgabenstress, eine Unklarheit mit der Druckerei für die Schülerzeitung, Spinnen im Bad des Ferienhauses in der Provence
Eine kleine Sammlung der Ereignisse 2013
(vielleicht etwas uninteressant, teilweise sind hier nur sämtliche Blogeinträge zusammengefasst)
Das erste besondere Ereignis 2013 war am 19.01.: Es kam Post: die Bestätigung für meinen Frankreichaustausch! Endlich ist das ungewisse Warten vorbei. Das war auch der Zeitpunkt, wo ich mir ernsthaft Gedanken über einen Blog gemacht hab. Vorher hab ich schon überlegt, ob ich anfangen soll mit "Bewerbung ist abgeschickt, jetzt heißt es warten" usw. Aber wenn dann eine Absage kommt, bringt mir der Blog nichts.
Das nächste Ereignis war am gleichen Tag, abends. Der Schützenball! Der Abend, auf den ich die letzten vier Jahre gewartet hab, seit mein Bruder das erste Mal dorthin durfte. Für mich war es nicht schwer, Jungschützenkönigin zu werden, weil ich die einzige Jugendliche war, die mitgeschossen hat und noch nie Jungschützenkönig war.
Am 16. März kam endlich Béatrice. Eine Woche vorher bin ich in ein anderes Zimmer umgezogen, damit Béatrice das schönere bekommt, das auch vollständig eingerichtet war. Eine Woche nach ihrer Ankunft hatte Béatrice Geburtstag.
An Ostern lag Schnee und wir haben die Ostereier und -geschenke im Haus gesucht. Béatrice hat erzählt, bei ihr sucht man sie draußen. Bei uns ging das nicht, sonst hätte man sie durch die Spuren im Schnee gleich gefunden. So ein schlauer Hase...
Anfang waren wir beim Neuen Weg, Ende April waren Besinnungstage in Seifriedsberg, wo Béatrice leider nicht dabei war, anschließend war Girls' Day.
In den Pfingstferien waren wir in Bibione, ein wenig später war ich in Kochel bei einem Fotoseminar. Ende Juli waren in der Schule wieder aktionsreiche Tage und schließlich gab es Zeugnisse. In den Sommerferien waren wir auf dem Kirchturm, in München und in der Hallertau. Ich hab noch einige Tage bei meiner besten Freundin verbracht, bevor ich nach Frankreich gefahren bin. Kurz nach Béatrices Abreise hatte ich Geburtstag, den ich schon zwischen Tür und Angel mit der Familie gefeiert hab.
An meinen ersten Tag in Frankreich kann ich mich noch genau erinnern. Seit ich in Frankreich bin, hab ich euch alles hier auf meinem Blog erzählt, darum greif ich jetzt nichts mehr auf, außer die schönen Herbstferien in der Provence und das Weihnachten ohne Weihnachtsstimmung.
In diesem Sinne wünsch ich euch ein gutes neues Jahr 2014, in dem wir uns wiedersehen werden!
Mittwoch, 27. November 2013
Schulsport mal wieder...
Letzte Woche hat unser Sportlehrer angekündigt, dass wir heute bei schönem Wetter ein letztes Mal Rugby im Park spielen und bei schlechtem Wetter in der Turnhalle bleiben.
Hier meine Frage an euch: Sind -4°C und wolkenfreier Himmel schönes oder schlechtes Wetter? Unser Sportlehrer hat es als schönes Wetter bewertet und uns auf gefrorenem Boden Rugby spielen lassen. Jungen und Mädchen gemischt. Wobei wir diesmal niemanden auf den Boden "schmeißen" durften, da wäre die Verletzungsgefahr zu groß gewesen. (Auch wenn es bei den anderen Rugbystunden relativ viele Wunden gab, muss man es nicht übertreiben.) Es sind trotzdem einige auf dem Boden gelandet, aber zum Glück ohne sich zu verletzen.
Nächste Woche (und für den Rest der Sportstunden bei meinem Frankreich-Aufenthalt) geht's ins Schwimmbad. Rugby hat mir schon ganz gut gefallen, bis auf das Wetter manchmal. Aber Schwimmen ist halt "mein" Sport.
Kleines Fazit vom Schulsport im ersten Schuljahresquartal: In Deutschland sind wir besser dran.
Hier meine Frage an euch: Sind -4°C und wolkenfreier Himmel schönes oder schlechtes Wetter? Unser Sportlehrer hat es als schönes Wetter bewertet und uns auf gefrorenem Boden Rugby spielen lassen. Jungen und Mädchen gemischt. Wobei wir diesmal niemanden auf den Boden "schmeißen" durften, da wäre die Verletzungsgefahr zu groß gewesen. (Auch wenn es bei den anderen Rugbystunden relativ viele Wunden gab, muss man es nicht übertreiben.) Es sind trotzdem einige auf dem Boden gelandet, aber zum Glück ohne sich zu verletzen.
Nächste Woche (und für den Rest der Sportstunden bei meinem Frankreich-Aufenthalt) geht's ins Schwimmbad. Rugby hat mir schon ganz gut gefallen, bis auf das Wetter manchmal. Aber Schwimmen ist halt "mein" Sport.
Kleines Fazit vom Schulsport im ersten Schuljahresquartal: In Deutschland sind wir besser dran.
Montag, 4. November 2013
Eine Woche in der Provence: Die Camargue
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Heute waren wir wieder wandern. Gegen 11.30 Uhr sind wir zur Bäckerei gefahren, haben unser Mittagessen gekauft (ich hab das Gleiche genommen wie gestern) und sind zum heutigen Berg gefahren. Der war ziemlich steinig und steil. Leider hab ich den Namen vergessen, wenn er mir wieder einfällt, schreib ich ihn euch.
Am Vormittag und am Abend hab ich mein (bzw. Béatrices) Buch weitergelesen: Vango von Timothée de Fombelle. Insgesamt hab ich heute 117 Seiten gelesen, von S. 88 bis S. 205 von 371 Seiten.
Freitag, 01. November 2013
Heute war der letzte ganze Tag im Urlaub. Unser Mittagessen haben wir wieder in der gleichen Bäckerei gekauft und ich hab diesmal sogar die Nachspeise verändert: Riesenbaiser. Unser Ausflugsziel war heute die Camargue. Am Strand haben wir zu Mittag gegessen, sind spazieren gegangen und Hélène und ich haben im Meer gebadet. Das Wasser war sogar wärmer als letztes Mal im Meer.
Danach sind wir noch im Parc naturel régional de Camargue spazieren gegangen, wo wir am Ende von den Mücken gefressen wurden. Die zweite Hälfte des Rundganges haben wir deshalb im Dauerlauf zurückgelegt. Ich hab es tatsächlich geschafft, keinen Mückenstich zu bekommen - dank meiner Jeans und meinem Pulli. Die anderen (in kurzer Hose und T-Shirt) hat es ziemlich erwischt. Meinen Pulli hatte ich nur dabei und dann wegen der Mücken angezogen; so kalt war es gar nicht.
Heute waren wir wieder wandern. Gegen 11.30 Uhr sind wir zur Bäckerei gefahren, haben unser Mittagessen gekauft (ich hab das Gleiche genommen wie gestern) und sind zum heutigen Berg gefahren. Der war ziemlich steinig und steil. Leider hab ich den Namen vergessen, wenn er mir wieder einfällt, schreib ich ihn euch.
Am Vormittag und am Abend hab ich mein (bzw. Béatrices) Buch weitergelesen: Vango von Timothée de Fombelle. Insgesamt hab ich heute 117 Seiten gelesen, von S. 88 bis S. 205 von 371 Seiten.
Freitag, 01. November 2013
Heute war der letzte ganze Tag im Urlaub. Unser Mittagessen haben wir wieder in der gleichen Bäckerei gekauft und ich hab diesmal sogar die Nachspeise verändert: Riesenbaiser. Unser Ausflugsziel war heute die Camargue. Am Strand haben wir zu Mittag gegessen, sind spazieren gegangen und Hélène und ich haben im Meer gebadet. Das Wasser war sogar wärmer als letztes Mal im Meer.
Danach sind wir noch im Parc naturel régional de Camargue spazieren gegangen, wo wir am Ende von den Mücken gefressen wurden. Die zweite Hälfte des Rundganges haben wir deshalb im Dauerlauf zurückgelegt. Ich hab es tatsächlich geschafft, keinen Mückenstich zu bekommen - dank meiner Jeans und meinem Pulli. Die anderen (in kurzer Hose und T-Shirt) hat es ziemlich erwischt. Meinen Pulli hatte ich nur dabei und dann wegen der Mücken angezogen; so kalt war es gar nicht.
| Aussichtspunkt auf eine Salzabbaustelle - mückenfrei |
| Salz |
| Das war noch vor den Mücken. |
Sonntag, 25. August 2013
Béatrices Abreise
Vorgestern ist Béatrice abgereist. Ihre Eltern und ihre jüngere Schwester haben sie abgeholt und leider nur eine kurze Pause bei uns eingelegt, bis sie weitergefahren sind. Wir haben uns sehr gefreut, Béatrices Eltern und ihre Schwester wiederzusehen.
Die Familie wollte nach München weiterfahren und sich die Stadt anschauen. Béatrice hat wohl die Führung übernommen, da wir beide letzten Mittwoch schon mal dort waren und sie sich jetzt hoffentlich gut auskennt.
Für mich heißt es in den nächsten Tagen Kofferpacken, denn schon bald werde ich nach Frankreich reisen.
Samstag, 3. August 2013
Meine Abreise rückt näher ...
... und genauso der Tag von Béatrices Rückkehr nach Frankreich. Ihre Familie holt sie schon am 23. August ab und bleiben dann zusammen noch eine Nacht in München.
Zwei andere Mädels aus meiner Klasse gehen im nächsten Schuljahr auch für einige Zeit ins Ausland: eine geht für zehn Monate nach Norwegen, die andere für drei Monate nach Australien und ich gehe natürlich für sechs Monate nach Frankreich. Unsere Klasse hat deshalb für uns drei Abschiedsgeschenke vorbereitet, die wir am letzten Schultag bekommen haben: ein T-Shirt (oder eher ein Nachthemd) mit unserem Klassenfoto und ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Alles Gute für Dich". Danke, ihr seid so süß!
Eine Überraschungsparty
Weil Béatrice und ich bald Deutschland verlassen, haben einige Freundinnen für uns eine Abschiedsüberraschungsparty organisiert. Wir wussten nur, dass wir am Dienstag Abend mit dem Bus nach Kaufbeuren fahren sollten - alles andere komme auf uns zu.
Nach meinem letzten Saxophonunterricht am Dienstag steigen Béatrice und ich in den Bus ein. Als wir am Plärrer (Busbahnhof in Kaufbeuren) ankommen, warten Vroni und Franzi (aha!) auf uns und führen uns zu einem Auto. In dem Auto sitzt Franzis Mutter. Sie soll uns zu unserem Zielort bringen. Doch bevor wir einsteigen dürfen, werden uns die Augen verbunden.
Nachdem wir kurze Zeit gefahren sind, weiß ich nicht mehr, wo genau wir sind. Meine genaueste Ortsangabe lautet: In Bayern! Nach einer geschätzten Viertelstunde kommen wir an - meine Augen sind immer noch verbunden und ich kann deshalb nicht auf die Uhr schauen. Zuerst laufen wir auf Kies, dann auf Gras und dann auf Steinplatten. Béatrice vermutet, dass wir bei der Vroni zuhause sind, und insgeheim denke ich das auch. Doch Franzi und Vroni verraten gar nichts.
Sie führen uns in ein Haus und wir müssen Treppen steigen. Nach der letzten Stufe wissen wir: wir sind bei der Vroni. Denn die letzte Stufe ist ein bisschen höher als die anderen. Wenn Béatrice und ich das nicht eh schon vermutet hätten, wären wir vielleicht gestolpert - doch ganz blöd sind wir nicht! Dann geht es noch eine Treppe rauf und durch einen Raum durch und dann stehen wir vor einem Geländer. Es ist totenstill. Und dunkel, weil wir immer noch verbundene Augen haben.
"Überraschung!" rufen da ungefähr zehn Leute. Jetzt werden uns endlich die Augenbinden abgenommen. Wir stehen am Eingang zu einem Saal und müssen die Treppe runter zu den anderen gehen. Katha, Laura, Laura, Lena, Feli, Elli, Pa, Louisa, Chrissi und Sarah stehen im Kreis mit Gläsern in der Hand - bereit, mit uns anzustoßen. Franzi und Vroni gehen mit uns runter, nehmen ihre Gläser in die Hand, geben Béatrice und mir unsere und dann stoßen wir alle gemeinsam an. Ich glaube, ich habe mit manchem zwei oder drei Mal angestoßen, weil ich mich so gefreut hab und auch ein bisschen durcheinander war. Die Überraschung ist euch gelungen!
Zum Essen gibt es Nudelsalat und jede Menge Kuchen - und Obstsalat! (Sorry, Franzi, das musste jetzt sein :D) Eigentlich war es Bowle, aber jemand (keine Ahnung, wer das war) hat es für Obstsalat gehalten und auf einem Teller gegessen. Es war sehr lustig, dir beim Essen zuzuschauen!
Nach dem Essen schauen wir Fotos von der 72-Stunden-Aktion an, die Franzi zu einer Diaschau zusammengestellt hat. Béatrice hat sie auf eine DVD gebrannt bekommen. Ein bisschen später schauen wir ein Video mit Wünschen für mich an, in dem mir fast alle wünschen, dass die Béatrice mich in Frankreich nicht ärgert. Sie haben sich angeblich nicht abgesprochen, aber wie sie dann alle auf den gleichen Blödsinn gekommen sind? Naja, widmen wir uns lieber anderen Fragen, z. B. was die beiden Plakate sollen, die an der Wand stehen. Auf denen kleben Fotos - auf einem von der Béatrice und ihren Erlebnissen in Deutschland und auf dem anderen von mir und Freunden und gemeinsamen Erlebnissen. Diese Plakate dürfen wir, wie unschwer zu erraten ist, mitnehmen, damit wir diese tolle Abschiedsparty und ihre genauso tollen Organisatorinnen nicht vergessen :)
Ich danke ...
... Vroni, Franzi, Katha, Laura, Laura, Lena, Feli, Elli, Pa, Louisa, Chrissi und Sarah, weil ihr mir so viel Schönes geschenkt habt (Plakat, Video, ich und fünf "Jungs", die Party, ein paar Jahre, und so weiter <3).
... meiner Klasse, für zwei tolle Jahre, das T-Shirt, das Lebkuchenherz, dass ihr die Schülerzeitung mit verkauft habt und so weiter :)
... unserer Schule, dass sie uns den Austausch überhaupt ermöglicht.
... dem Voltaire Programm, dass es uns den Austausch ermöglicht und dass ich durch das Programm Béatrice kennengelernt habe und sie meine "corres" ist.
... meiner Familie, dass ihr die Béatrice wie eine Schwester, Cousine, Nichte usw. in unsere Familie integriert habt :)
... Béatrice, weil du wie eine Schwester für mich geworden bist <3
... allen kompetenten Leuten, die mich und Béatrice jemals unterstützt haben.
... allen anderen, die ich hier vergessen habe
Wer meine Adresse in Frankreich haben will, kann mir eine Mail schreiben oder es mir anderweitig sagen ;)
Meine Mail-Adresse: lesendelioba@gmail.com
Zwei andere Mädels aus meiner Klasse gehen im nächsten Schuljahr auch für einige Zeit ins Ausland: eine geht für zehn Monate nach Norwegen, die andere für drei Monate nach Australien und ich gehe natürlich für sechs Monate nach Frankreich. Unsere Klasse hat deshalb für uns drei Abschiedsgeschenke vorbereitet, die wir am letzten Schultag bekommen haben: ein T-Shirt (oder eher ein Nachthemd) mit unserem Klassenfoto und ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Alles Gute für Dich". Danke, ihr seid so süß!
Eine Überraschungsparty
Weil Béatrice und ich bald Deutschland verlassen, haben einige Freundinnen für uns eine Abschiedsüberraschungsparty organisiert. Wir wussten nur, dass wir am Dienstag Abend mit dem Bus nach Kaufbeuren fahren sollten - alles andere komme auf uns zu.
© "Lucas
Auer" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de
|
Nach meinem letzten Saxophonunterricht am Dienstag steigen Béatrice und ich in den Bus ein. Als wir am Plärrer (Busbahnhof in Kaufbeuren) ankommen, warten Vroni und Franzi (aha!) auf uns und führen uns zu einem Auto. In dem Auto sitzt Franzis Mutter. Sie soll uns zu unserem Zielort bringen. Doch bevor wir einsteigen dürfen, werden uns die Augen verbunden.
![]() |
| © "Gloria van Doorn"
/ www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by) http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de |
Nachdem wir kurze Zeit gefahren sind, weiß ich nicht mehr, wo genau wir sind. Meine genaueste Ortsangabe lautet: In Bayern! Nach einer geschätzten Viertelstunde kommen wir an - meine Augen sind immer noch verbunden und ich kann deshalb nicht auf die Uhr schauen. Zuerst laufen wir auf Kies, dann auf Gras und dann auf Steinplatten. Béatrice vermutet, dass wir bei der Vroni zuhause sind, und insgeheim denke ich das auch. Doch Franzi und Vroni verraten gar nichts.
Sie führen uns in ein Haus und wir müssen Treppen steigen. Nach der letzten Stufe wissen wir: wir sind bei der Vroni. Denn die letzte Stufe ist ein bisschen höher als die anderen. Wenn Béatrice und ich das nicht eh schon vermutet hätten, wären wir vielleicht gestolpert - doch ganz blöd sind wir nicht! Dann geht es noch eine Treppe rauf und durch einen Raum durch und dann stehen wir vor einem Geländer. Es ist totenstill. Und dunkel, weil wir immer noch verbundene Augen haben.
| © "Fee Greinert" /
www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc-nd) http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de |
"Überraschung!" rufen da ungefähr zehn Leute. Jetzt werden uns endlich die Augenbinden abgenommen. Wir stehen am Eingang zu einem Saal und müssen die Treppe runter zu den anderen gehen. Katha, Laura, Laura, Lena, Feli, Elli, Pa, Louisa, Chrissi und Sarah stehen im Kreis mit Gläsern in der Hand - bereit, mit uns anzustoßen. Franzi und Vroni gehen mit uns runter, nehmen ihre Gläser in die Hand, geben Béatrice und mir unsere und dann stoßen wir alle gemeinsam an. Ich glaube, ich habe mit manchem zwei oder drei Mal angestoßen, weil ich mich so gefreut hab und auch ein bisschen durcheinander war. Die Überraschung ist euch gelungen!
Zum Essen gibt es Nudelsalat und jede Menge Kuchen - und Obstsalat! (Sorry, Franzi, das musste jetzt sein :D) Eigentlich war es Bowle, aber jemand (keine Ahnung, wer das war) hat es für Obstsalat gehalten und auf einem Teller gegessen. Es war sehr lustig, dir beim Essen zuzuschauen!
![]() |
© "Roman Cieslik" /
www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)
|
Nach dem Essen schauen wir Fotos von der 72-Stunden-Aktion an, die Franzi zu einer Diaschau zusammengestellt hat. Béatrice hat sie auf eine DVD gebrannt bekommen. Ein bisschen später schauen wir ein Video mit Wünschen für mich an, in dem mir fast alle wünschen, dass die Béatrice mich in Frankreich nicht ärgert. Sie haben sich angeblich nicht abgesprochen, aber wie sie dann alle auf den gleichen Blödsinn gekommen sind? Naja, widmen wir uns lieber anderen Fragen, z. B. was die beiden Plakate sollen, die an der Wand stehen. Auf denen kleben Fotos - auf einem von der Béatrice und ihren Erlebnissen in Deutschland und auf dem anderen von mir und Freunden und gemeinsamen Erlebnissen. Diese Plakate dürfen wir, wie unschwer zu erraten ist, mitnehmen, damit wir diese tolle Abschiedsparty und ihre genauso tollen Organisatorinnen nicht vergessen :)
![]() |
| © "Jelena Weber" /
www.jugendfotos.de,
CC-Lizenz(by-nc) http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de |
... Vroni, Franzi, Katha, Laura, Laura, Lena, Feli, Elli, Pa, Louisa, Chrissi und Sarah, weil ihr mir so viel Schönes geschenkt habt (Plakat, Video, ich und fünf "Jungs", die Party, ein paar Jahre, und so weiter <3).
... meiner Klasse, für zwei tolle Jahre, das T-Shirt, das Lebkuchenherz, dass ihr die Schülerzeitung mit verkauft habt und so weiter :)
... unserer Schule, dass sie uns den Austausch überhaupt ermöglicht.
... dem Voltaire Programm, dass es uns den Austausch ermöglicht und dass ich durch das Programm Béatrice kennengelernt habe und sie meine "corres" ist.
... meiner Familie, dass ihr die Béatrice wie eine Schwester, Cousine, Nichte usw. in unsere Familie integriert habt :)
... Béatrice, weil du wie eine Schwester für mich geworden bist <3
... allen kompetenten Leuten, die mich und Béatrice jemals unterstützt haben.
... allen anderen, die ich hier vergessen habe
Wer meine Adresse in Frankreich haben will, kann mir eine Mail schreiben oder es mir anderweitig sagen ;)
Meine Mail-Adresse: lesendelioba@gmail.com
Abonnieren
Posts (Atom)





