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Mittwoch, 5. Februar 2014

Tag der offenen Tür, Fahrradfahren und noch so einiges

Ja, ich lebe noch, aber meine Motivation macht noch Wochenende. Für die deutsche Schule wird nicht gelernt, in meinem Zimmer ist es auch nicht wirklich ordentlich, auf meinem Blog herrscht das Verlangen nach neuen Berichten und so weiter. ABER mit diesem Blogpost setze ich dem Ganzen ein Ende. Heute ist der letzte Tag vor meiner Rückkehr, an dem ich noch wirklich Zeit hab. Donnerstag und Freitag hab ich Schule, okay, Samstag und Sonntag hab ich nachmittags vielleicht auch noch ein bisschen Zeit, Montag, Dienstag, Donnerstag hab ich wieder den ganzen Tag Unterricht, am Mittwoch Nachmittag kommen meine französischen Freundinnen, und am Freitag ist mein letzter Schultag...
(Das ist jetzt vielleicht etwas kompliziert erklärt, aber in den nächsten Posts berichte ich euch dann davon.)

Am Freitag hatten wir fast keinen Unterricht. Unsere Französischlehrerin war nicht da, sodass ich nur von 14 bis 15 Uhr Accompagnement hatte. SES ist ausgefallen, weil am Freitag (von 17-20 Uhr) und am Samstag (von 9-15 Uhr) Tag der offenen Tür an unserer Schule war. Deswegen hatten wir auch nur eine Stunde Accompagnement, weil unsere Lehrerin ihr Projekt vorbereiten musste. Sie hat uns auch vorgeschlagen, am Samstag vormittags Eltern zukünftiger Schüler durch die Schule zu führen. Die Syrierin aus meiner Parallelklasse und ich waren einverstanden, der Iraner und der Kolumbianer wollten nicht.

Es bestand keine allgemeine Anwesenheitspflicht, nur wenn man von Lehrern verpflichtet wurde, musste man kommen. Unsere SL-Lehrerin (SL = Bio- bzw. Physik-Experimente) wollte, dass jeder aus unserer Klasse kommt. Wir waren um 17 Uhr da, aber es war nicht wirklich viel los und es waren noch andere Schüler aus unserer Parallelklasse da, sodass wir nichts zu tun hatten. Deswegen sind wir nach einer halben Stunde wieder gegangen und haben zwei Freundinnen im Biosaal besucht. Diese haben eine Maus bzw. einen Frosch seziert. Ich hab das Ergebnis fotografiert, die Fotos seht ihr ganz unten. Da ist aber noch eine fette Warnung davor, falls ihr sie nicht unbedingt sehen wollt. Davor sind noch andere Fotos vom Tag der offenen Tür.

Am Samstag ist der Unterricht komplett ausgefallen, außer für die aus der Terminal (12. Klasse), die eine Schulaufgabe schreiben mussten.
Ich musste trotzdem schon um 9 Uhr in der Schule sein, weil wir ja die Eltern durch die Schule führen sollten. Vormittags waren gar nicht so viele Eltern da, die meisten "Besucher" waren Lehrer und Schüler, die ein Projekt betreut haben, und ihre Begleiter. Insgesamt haben wir dann zwei Elternpaare durch die Schule geführt, wobei das meiste dann doch unsere Lehrerin gesagt hat.

Um 11 Uhr haben wir von der Rocktanzgruppe uns in der total hässlichen Turnhalle getroffen. Das hat viel Spaß gemacht und es waren zum Glück fast keine Zuschauer da.

Am Nachmittag hat die Sonne gescheint und wir haben eine Radtour gemacht. Béatrice, ihr Vater, Hélène, eine Freundin von Hélène, die übers Wochenende bei uns war, und ich. Auch wenn ich anschließend nicht mehr sitzen konnte, war es ein schöner Ausflug. Zum Abschluss haben wir auf dem Platz Stanislas noch ein Eis gegessen. Meine Waffel ist leider auseinandergebrochen und es war nicht ganz einfach, das Eis zu essen.

Diese Woche hab ich nicht mehr viel vor, außer aufräumen und schon anfangen zu packen, lernen, bloggen und lesen. Zum Thema "lesen" kommt gleich noch ein Post, das würde hier zu weit gehen.
Nächsten Mittwoch kommen meine vier Französinnen zu mir zum Mittagessen und am Freitag heißt es Abschiednehmen. Samstagfrüh werde ich mit meinen Eltern wieder nach Deutschland fahren. [Halt, Stopp, das ist jetzt noch kein Abschiedsbericht mit Fazit oder so, der kommt nächste Woche Samstag aus Deutschland. Ich werde ihn wahrscheinlich im Auto schreiben bzw. im Laufe meiner letzten französischen Tage anfangen und dann bei (oder in?) meinem deutschen Zuhause sobald ich Internet habe veröffentlichen.]


Eine kleine Ausstellung zum Klettern.
Hab ich fotografiert, weil ich die Idee mit der Kletterwand so toll fand: 

 






Eine kleine Ausstellung zum Canyoning. Hier finde ich auch das Modell so toll.








Der Schulhof bei Nacht.

Anne und Léa vor dem squelette Arthur


ACHTUNG 

 Hier kommen die Fotos vom Sezieren!






Die Mäuse und Frösche vor dem Sezieren
les souris et les grenouilles avant la dissetion


eine aufgeschnittene Maus
la souris disséquée


ein aufgeschnittener weiblicher Frosch
la grenouille female disséquée


Dienstag, 28. Januar 2014

Skilanglauf - ski fond


Donnerstagnacht hat es in den Vogesen geschneit, sodass am Freitag die Skibetriebe aufmachen konnten. Deswegen sind wir am Sonntag in die Vogesen zum Skilanglaufen gefahren (ski fond auf französisch). Im Gegensatz zu ski alpin hab ich das schon mal gemacht - vor drei Jahren im Skilager. Alles in einem war es ganz lustig und am Ende bin ich die kleinen Hänge sogar ohne Angst runtergefahren. Das ich das mal schaffe, hätte ich nie gedacht.




Dienstag, 7. Januar 2014

Fünf Tage Paris



Ich denke, die meisten wissen schon, dass ich vom 01.01. bis zum 05.01. in Paris war. Béatrices Onkel lebt mit seiner Familie in einem Vorort von Paris; bei ihnen haben wir für die fünf Tage gewohnt.

In diesen fünf Tagen sind wir viel durch Paris gelaufen: durch die Einkaufsstraßen, am Élysée-Palast vorbei, die Champs-Élysée überquert, am Louvre einen kurzen Halt gemacht und so weiter.

Am Freitag wollten wir ursprünglich den Louvre besichtigen, aber da war uns dann doch zu viel Andrang. Stattdessen sind wir wie die beiden Tage vorher durch Paris spaziert.

Freitag Abend sind wir in die "Comedy Majik Cho" gegangen. Das war eine Zaubershow im théâtre du gymnase. Das war unglaublich! Es zu beschreiben, ist unmöglich, ihr müsst mir einfach glauben, dass es toll war.

Am Samstag Nachmittag sind wir in eine Ausstellung der Werke von Georges Braque gegangen. Die Bilder waren teilweise so unterschiedlich, dass es mir schwer fiel zu glauen, dass sie vom selben Künstler sind.

Ich hab auch Fotos vom Eiffelturm bei Nacht. Allerdings hat die Firma, die die Beleuchtung installiert hat, Fotos vom nächtlichen Eiffelturm mit einem Copyright belegt. Ich hab im Internet nichts Konkretes gefunden, inwiefern ich meine Fotos veröffentlichen darf. Deshalb sind hier nur Fotos vom Eiffelturm bei Tag.





Paris von hinten

Schaufenster von Dior

Schaufenster von Chanel

Straßenkünstler

Damit man in der Metro-Station schneller vorankommt.

Ein öffentliches Klavier. Jeder, der will, darf spielen.


Die anderen Bäume waren alle "leer".

Das könnte eine Stadt wie jede andere sein.
Wäre da nicht der Eiffelturm.

Die Seine, der Eiffelturm und
eine der französischen Freiheitsstatuen.

La Seine




Le Louvre


Diese Menschen wollen alle Paris von oben sehen -
und stehen dafür drei Stunden an.



Mein Mittagessen am Donnerstag: Spaghetti Carbonara

Samstag, 28. Dezember 2013

À l'opéra




Gestern Abend sind wir ins Nancyer Opernhaus gegangen. Dort war ein ciné-concert - "Kinokonzert". Es wurde ein Stummfilm von Charlie Chaplin gezeigt: Le cirque - Der Zirkus. Die Filmmusik wurde live von einem Orchester im Orchestergraben gespielt. Vom Anfang bis zum Ende, 70 Minuten ohne Pause. Wir hatten tolle Plätze (erster Balkon in der ersten Reihe) und haben alles gesehen. Es war super toll!

L'opéra de Nancy

Vorher waren wir noch auf dem place Stanislas und haben Fotos gemacht. Béatrice hat ihre neue Kamera ausprobiert...



Dienstag, 10. Dezember 2013

Der Advent und was damit zusammenhängt

Noch 14 Tage bis Weihnachten!
Danach ist mein halbes Jahr hier auch schon fast vorbei... danach sind es zwar noch sieben Wochen, in denen es langsam Abschied nehmen heißt. Und wir wissen alle wie schnell sieben Wochen vorbei sind.

Am Nikolaustag haben wir vier (Béatrice, ihre Schwestern und ich) jede einen Schokonikolaus bekommen. Ich hab ihn für euch fotografiert, jetzt ist nichts mehr davon übrig... 

Zum Nikolauswochenende ist eine Deutsche zu Besuch gekommen. Sie hat vor ein paar Jahren einige Monate in Nancy bei Béatrices Familie gelebt. Sie hat Béatrice auch schon bei uns im Allgäu besucht, als sie mit ihrer Mutter und ihren Schwestern in der Gegend war; deswegen kannte ich sie schon.

Am Samstag war in der Basilika Saint-Nicolas in Saint-Nicolas-de-Port ein Wortgottesdienst mit Lichterprozession zu Ehren des heiligen Nikolaus'. Saint Nicolas, wie er auf Französisch heißt, ist der Patron von Lothringen und in der Basilika Saint-Nicolas sind seine Reliquien.




Am Sonntag war der große Nikolaus-Umzug. Jeder Vorort gestaltet dafür jedes Jahr eine Kutsche. Am Ende des Umzugs kommt Saint-Nicolas. Seine Kutsche ist immer die gleiche. Da konnte ich leider keine Fotos machen, weil Leute vor mir waren. Deren Hinterköpfe waren auf jedem Bild drauf und zuschneiden ging nicht wirklich.

Ich hab hier auch einen Adventskalender, den meine Gastmutter Ende November selbst befüllt hat. Der Christbaum und die Krippe sind auch schon aufgebaut. Unser Christbaum ist riesig und die Krippenfiguren winzig. Ich kann schlecht schreiben, die Krippe ist winzig, weil das so klingt, als gäbe es nur wenige Figuren. In Wirklichkeit gibt es gaanz viele. Fotos kommen noch.
Wir haben zwar keinen Adventskranz, weil vor ein paar Jahren einer mal Feuer gefangen hat; aber dafür haben wir ein Adventsgesteck mit vier Kerzen. Aber man singt kein Adventslied dazu, wie in Deutschland.

Ich hoffe, ich hab keine vorweihnachtlichen Informationen vergessen, sonst stellt einfach Fragen in den Kommentaren. 

Kleiner Nachtrag: Zum Nikolaustag hat uns der Nikolaus auch was gebracht, weil wir alle brav waren. Ich hab einen ewigen Tageskalender bekommen, bei dem man jeden Tag etwas über französische Konjugationen lernt. Jetzt werde ich jeden Tag gefragt, was ich Neues gelernt hab. ☺

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Alltagsleben

In den letzten Tagen ist so viel passiert, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin. Dieser Beitrag wird also voraussichtlich sehr lang werden.

Am Sonntag haben meine Gasteltern und meine jüngere Gastschwester Hélène Verwandschaft besucht, weil sich der Todestag eines Familienmitgliedes gejährt hat. Béatrice, meine ältere Gastschwester Charlotte und ich sind zuhause geblieben. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in allen Museen in Nancy frei. Deswegen sind Béatrice und ich am Nachmittag ins musée des beaux arts - Museum der Schönen Künste - gegangen. Der Name hält, was er verspricht.

Montags hab ich den ganzen Tag Schule. Ich muss zwar erst um acht Uhr aus dem Haus, hab aber bis 18 Uhr Unterricht.

Am Dienstag ist meine Gastmutter mit einer Freundin nach Straßburg zum marché Noël - dem Weihnachtsmarkt - gefahren. Deswegen musste ich schon mit den anderen um halb acht aufbrechen und bin zwei Stunden vor der Schule in die Stadt gegangen. Die meisten Geschäfte machen zwar erst um neun auf, aber einen Laden hab ich gefunden, der um sieben aufmacht. Da hab ich noch ein Weihnachtsgeschenk gefunden und dann war auch schon neun Uhr. Um halb zehn hab ich mich Richtung Schule begeben.
Wir haben jetzt einen Neuen in der Klasse. Er bleibt bis Ende April. Ich weiß nicht genau, warum er da ist, er ist auf jeden Fall Franzose. Wenn ich das richtig verstanden hab, war er vorher in Monaco. 
Nach der Schule bin ich in die Mediathek gegangen, weil noch keiner zuhause war. Es war gar nicht mehr so schwer, auf Französisch zu lesen, auch wenn ich hier fast gar nicht lese.
Abends sind Béatrice, ihr Vater und ich noch ins Kino gegangen und haben THOR - Le monde des ténèbres angeschaut. Hier dauert die Werbung vor jedem Kinofilm eine Viertelstunde. Es werden auch nicht hauptsächlich andere Filme vorgestellt, sondern die Kinowerbung ist eher wie "normale" Fernsehwerbung. Ich spar mir heute die Inhaltsangabe zum Film, weil das ein amerikanischer Film ist und kein französischer. Da fällt mir ein: Sur le chemin de l'école läuft jetzt auch in den deutschen Kinos. Auf geht's!

Am Mittwoch war das erste Mal Schulschwimmen. In dem Schwimmbad, wo wir waren, gibt es ein 50-Meter-Becken. Für Leute, die nicht trainiert sind, finde ich das ziemlich hart. Außer uns waren noch drei andere Klassen von anderen Schulen im Schwimmbad und es war auch regulär geöffnet. Deshalb haben wir für die ganze Klasse eine Bahn. Am Mittwoch waren wir zum Glück nur 16, weil ziemlich viele nicht mitgemacht haben oder krank waren. Wir haben auch nur ungefähr 50 Minuten Zeit zum Schwimmen, weil wir dann wieder zurück zur Schule müssen.
Am Nachmittag hab ich noch Briefe geschrieben und Hausaufgabe gemacht.

In Mathe haben wir heute einen Gruppenarbeittest geschrieben. Gestern hatten wir zwei Übungen im Buch als Hausaufgabe auf, die wir schon in der Schule anfangen konnten. In der Schule bin ich nicht auf die Lösung gekommen, ich hab nicht mal richtig die Aufgabe verstanden, weil ich absolut keine Lust hatte. Zuhause hat mir das Spaß gemacht, und es war gar nicht so schwer. Heute sollten wir die Übungen in Vierergruppen lösen und das wird dann benotet. Ich hab ja das Gefühl, dass die Aufgaben hier viel schwerer sind als in Deutschland, aber ich liebe Knobelaufgaben, im Gegensatz zu meinen französischen Mitschülern. Ich hab die Aufgaben nicht nur meiner Gruppe erklärt... Bin gespannt auf das Ergebnis.

Morgen kommt noch ein Post über den Advent in Frankreich.

Bonne nuit !

Montag, 4. November 2013

Eine Woche in der Provence: Die Camargue

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Heute waren wir wieder wandern. Gegen 11.30 Uhr sind wir zur Bäckerei gefahren, haben unser Mittagessen gekauft (ich hab das Gleiche genommen wie gestern) und sind zum heutigen Berg gefahren. Der war ziemlich steinig und steil. Leider hab ich den Namen vergessen, wenn er mir wieder einfällt, schreib ich ihn euch. 
Am Vormittag und am Abend hab ich mein (bzw. Béatrices) Buch weitergelesen: Vango von Timothée de Fombelle. Insgesamt hab ich heute 117 Seiten gelesen, von S. 88 bis S. 205 von 371 Seiten. 

Freitag, 01. November 2013


Heute war der letzte ganze Tag im Urlaub. Unser Mittagessen haben wir wieder in der gleichen Bäckerei gekauft und ich hab diesmal sogar die Nachspeise verändert: Riesenbaiser. Unser Ausflugsziel war heute die Camargue. Am Strand haben wir zu Mittag gegessen, sind spazieren gegangen und Hélène und ich haben im Meer gebadet. Das Wasser war sogar wärmer als letztes Mal im Meer. 


Danach sind wir noch im Parc naturel régional de Camargue spazieren gegangen, wo wir am Ende von den Mücken gefressen wurden. Die zweite Hälfte des Rundganges haben wir deshalb im Dauerlauf zurückgelegt. Ich hab es tatsächlich geschafft, keinen Mückenstich zu bekommen - dank meiner Jeans und meinem Pulli. Die anderen (in kurzer Hose und T-Shirt) hat es ziemlich erwischt. Meinen Pulli hatte ich nur dabei und dann wegen der Mücken angezogen; so kalt war es gar nicht. 


Aussichtspunkt auf eine Salzabbaustelle - mückenfrei

Salz

Das war noch vor den Mücken.